Kräuter-Wanderung: Herbstblüte am Vulkanfelsen

  

Seite 3


< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >

Das Hirtentäschel hält auch tapfer dem Herbstwetter stand.

Wenn ich's recht bedenke, ist das Hirtentäschel eines von den nahezu unverwüstlichen Winterblühern.

Beim Winklerbrunnen geht es steil bergauf auf den Weinberg.

Hier wird einem ordentlich warm und das liegt nicht nur an der Sonne.

Im Vergleich zum Sommer ist es aber recht angenehm, weil man nicht so stark schwitzen muss. So hat der kühle Herbst durchaus ein paar Vorteile, zumindest hier an dieser warmen Stelle.

Nach dem Aufstieg erreiche ich den Lavastrom, der aussieht, als würde er aus der Stützmauer des Weinbergs hervorquellen.

Natürlich war der Lavastrom zuerst da und sehr viel später wurde die Mauer gebaut.

Die vulkanische Vergangenheit des Kaiserstuhls liegt schliesslich schon mehrere Millionen Jahre zurück. Aber durch die Art der Steine ist der Vulkanismus hier immer präsent.

Hier sieht man so richtig schön deutlich, wie vor Urzeiten die Lava bubbelig und blasig an die Oberfläche getreten ist.

Auf den Lavaströmen wachsen riesige Kaktusfeigen.

Da sieht man, wie gut hier die Urhitze des Vulkans zu der heutigen Wärme der sonnigen Lage passt.

Die Gründe sind zwar ganz andere, aber passen tut es trotzdem.

Die Kaktusfeigen, offiziell gerne auch Opuntien genannt, machen so richtig deutlich, wie warm das Klima in dieser Ecke des Kaiserstuhls ist.

Aus der Mauer spriesst der Mauerpfeffer, dick und abwechselnd rot-grün.

An einer anderen Stelle kann man sehen, wie der Lavastrom geschichtet ist.

Die gebogenen rötlichen Streifen zeigen die Grenzen unterschiedlicher Eruptionsphasen.

Diese Lavawand ist also bei verschiedenen Ausbrüchen des Kaiserstuhlvulkans entstanden.

Zwischen den Weinreben, die bis hier hoch wachsen, entdecke ich hübsche, weisse Blüten.

Es sind die Blüten des schwarzen Nachtschattens.

Ein Stück weiter sehe ich massenhaft der schwarzen Beeren dieser giftigen Nachtschattenpflanze.

Manche grausen sich ganz arg vor der Giftigkeit dieser Beeren und woanders wird daraus sogar Marmelade gekocht.

Die Giftigkeit hängt wohl ziemlich stark vom Standort ab und seine Kinder sollte man natürlich sicherheitshalber vor dieser Giftpflanze warnen. Es gibt allerdings erheblich giftigere Pflanzen hierzulande, unter anderem die noch viel verlockendere Tollkirsche, auch aus der Nachtschattenfamilie, die zu den potentiell tödlichen Giftpflanzen gehört.

< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >