Kräuter-Wanderung: Auf den Hochfirst bei Titisee

  

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Durch das angeregte Plaudern vergeht die Zeit so schnell, dass wir in Windeseile auf der Hochebene bei Saig landen.

Hier machen wir eine kleine Pause und geniessen den Blick über die Schwarzwaldwiesen.

Dann geht es wieder in den Wald hinein und das letzte Stück bis zum Hochfirst.

Unterwegs sehen wir noch die fiederartigen Blätter der Bärwurz und schnuppern ganz begeistert das würzige Aroma.

Bei dieser Pflanze kann man schon am Geruch der Blätter erahnen, dass sie die Verdauung stärkt.

Immer wieder sehen wir auch freundliche Glockenblumen am Wegrand.

Leider tue ich mich mit der Bestimmung der exakten Art bei den Glockenblumen immer sehr schwer.

Aber für meinen Bedarf ist auch das Wichtigste, dass sie nett anzusehen sind.

Ein kleiner Pfaffenhütchen-Strauch fällt uns durch seine kräftig roten Blätter auf.

Die leuchten so intensiv, dass sie uns zu rufen scheinen, damit wir einen näheren Blick risikieren.

Erst beim Näherkommen sehe ich in all dem Rot, die drolligen Hütchen, die so an die Kopfbedeckungen von südländischen Pfarrern erinnern.

An den zahlreichen Heidelbeerpflanzen hängt noch eine vereinzelte Heidelbeere, die schon etwas verrunzelt ist.

Ein Gänseblümchen steht tapfer im Schatten des Waldes und hofft wohl auf einen kleinen Sonnenstrahl.

Die Samenstände der Weidenröschen sehen richtig bizarr aus.

Zwischen kleinen Stengeln sind feine Wollhaare wie Spinnweben aufgespannt und dazwischen sieht man die Samenkörner.

Wenn ein kräftiger Windhauch kommt, fliegen die Samen dann, getragen von dem Wollgespinnst davon, ganz wie bei Pusteblumen.

Den Samenstand einer Orchidee halte ich auf den ersten Blick für den Samenstand eines Fingerhutes, aber ein Blick auf die Blätter zeigt dann ganz deutlich, dass es eine Orchidee sein muss.

Doch leider habe ich noch nicht herausgefunden, um welche Art es sich handeln könnte.

Vielleicht ist das ein kleiner Wink, dass ich im Frühjahr oder Sommer noch mal herkommen sollte, um die Orchidee beim Blühen zu sehen.

Ein interessant gemaserter Weberknecht sitzt auf einem Blatt und hält ganz still, als wir ihn eine nach der anderen fotografieren.

Die winzigen Blüten des Hopfenklees sind noch über und über vom Tau benetzt.

An der langen Verweildauer des Taus kann man gut erkennen, dass der Sommer vorbei ist.

Ansonsten ist es inzwischen aber schon so warm geworden, dass ich Jacke und Sweatshirt ausgezogen habe.

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