Kräuter-Wanderung: Vogesen-Wanderung zum Petit Ballon

  

Seite 2


< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 Weiter > >

Die Margerite hat ihre Blütenblätter halb zusammengeklappt.

Sie traut dem Tag wohl nicht so ganz, dunkel und feucht wie es ist.

Schliesslich erreichen wir den Gipfel.

Wir werden von einer Madonna begrüsst, die auf einer Säule steht.

Ausserdem gibt es ein Schild, das den Gipfel mit 1272 m Höhe anzeigt und die Wege in alle Richtungen weist.

Ein spitzer Haufen Steine ist auch im Gipfelbereich zu sehen.

Dann gibt es noch ein kleines Gebäude mit an einer Stange befestigten Geräten, das wie eine Wetter- oder Radarstation aussieht.

Über einem für Wanderer durchlässigen Gatter, das den Gipfel wohl vor Kühen schützen soll, hängen die Reste von tibetischen Gebetsfahnen.

Der Wind hat mit diesen Fahnen wohl so heftig gebetet, dass sie nach und nach davongeweht sind. Man sieht nur noch ein paar bunte Fasern an einer Leine flattern.

Im Gipfelbereich finde ich deutlich mehr Blütenpflanzen als auf den beweideten Hängen.

Die Blätter des Frauenmantels schmiegen sich ganz dicht an den Boden.

Sehr schön sieht das Vogesen-Stiefmütterchen aus, eine extra Stiefmütterchen-Art, die wohl bevorzugt in den Vogesen vorkommt.

Die Linien auf den unteren Blütenblättern sind besonders kräftig ausgeprägt und die ganzen Blüten sind relativ gross.

Der Löwenzahn blüht hier oben auch ganz wacker, aber er sieht doch ein wenig zerzaust aus.

Wahrscheinlich ist es ihm zu kühl und zu feucht.

Auch ich habe mir einen Pulli angezogen, weil ein kalter Wind über den Gipfel pfeift.

Die Vogelmiere grünt ganz üppig, aber ihre kleinen Blüten haben sich in ihren schützenden Umhüllungen versteckt.

Dann sehe ich noch Hahnenfuss.

Er reckt sich ganz unerschrocken in die Höhe und hat die Blüten trotz Kälte voll entfaltet.

Die Schafgarbe ist zwar recht klein, aber ihre einzelnen Blüten wirklich ziemlich gross und ganz zart rosa.

Das macht sie besonders hübsch, finde ich.

Die Wolken hängen gerade so über uns und minutenweise senken sie sich sogar bis zu uns ab, wodurch die Umgebung im Nebel verschwindet.

Eine Weile hoffen wir noch, dass die dickste der Wolken über uns hinweg zieht, aber das hat sie offenbar nicht vor.

Vermutlich hat die Wolkenhöhe etwas mit der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit zu tun, sodass der Taupunkt gerade über uns liegt. Solange es nicht deutlich wärmer wird, haben wir wohl kaum eine Chance auf eine gute Fernsicht.

Unter den Wolken hindurch können wir jedoch die Rheinebene erahnen.

< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 Weiter > >