Kräuter-Wanderung: Weinbergwanderung im Kaiserstuhl

  

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Nach einer Weile komme ich an einem ganz grossen Gebäude vorbei, das mitten auf dem Bergkamm thront.

Das Gebäude ist nicht nur gross, sondern sehr elegant.

Als ich die Vorderseite erreiche, erfahre ich, dass es sich um ein staatliches Weingut handelt.

Ob hier wohl die Weine gekeltert werden, die von der Regierung bei schicken Empfängen getrunken werden?

Von einer Holzhütte aus habe ich einen herrlichen Blick über die Rheinebene in Richtung Westen.

Hier geniesse ich eine kleine Pause und freue mich an der Aussicht.

Die Stadt Breisach erhebt sich ein wenig aus der flachen Rheinebene.

Ganz links kann man das Münster sehen.

Ich wundere mich, wie niedrig der Breisacher Münsterbeg von hier aus wirkt. Wenn man ihn hochsteigt, erscheint er sehr viel höher.

Ein kanadisches Berufkraut steht im Schatten und wird von der Sonne beleuchtet.

Die Pflanze leuchtet wie eine breite Kerze.

Ein Stück weiter sehe ich die Blüten einer Zaunwinde.

Vom Winklerberg aus, dem wärmsten Weinberg Deutschlands, führt mein Weg schliesslich über eine Treppe nach unten.

Hier sehe ich auch Rohre, die bestimmt der Bewässerung dienen. Ein Teil der Reben wird in trockenen Zeiten wohl bewässert, zumindest vermute ich das.

An einer Weinterassen-Mauer entdecke ich plötzlich einen grossen Feigenkaktus mit dunkelroten Früchten.

Ich bin ganz begeistert, den Feigenkaktus auch mal in der Natur zu sehen.

Wir haben zwar einen kleinen Feigenkaktus in einem Blumentopf, aber so ein grosses Exemplar in freier Wildbahn ist etwas ganz anderes.

Breisach rückt immer näher, aber es ist noch ein gutes Stück Wanderung bis dorthin.

Am Fusse des Winklerberges wachsen Weinreben entlang der Mauer.

Das ist ja weiter nichts Besonderes, aber merkwürdig ist, dass darunter Flaschen hängen, die mit einer süsslich duftenden Flüssigkeit gefüllt sind. Viele Flaschen hängen da entlang der Mauer.

Es sieht fast aus wie ein magisches Ritual, das guten Wein herbeibeschwört, aber vermutlich ist es etwas viel Profaneres, vielleicht Insektenfallen.

Am Abzweig in Richtung Breisach steht der Winklerbrunnen.

Hier treffe ich zufällig eine Freundin, die auch gerne fotografierend durch die Natur wandert.

Sie hat gerade Besuch, und zeigt ihren Freunden, wie schön die Gegend hier ist.

Wir plaudern ein wenig und baden unsere heissen Füsse im kalten Wasser des Winklerbrunnens.

Dabei sehen wir auch eine Eidechse, die die warmen Steine rund um den Brunnen geniesst. Ich bin aber leider zu langsam, um sie zu fotografieren.

Nachdem wir uns verabschiedet haben, betrete ich die Rheinebene, um nach Breisach zu wandern.

Schon bald liegt der Kaiserstuhl hinter mir und wird immer kleiner.

Doch meine Wanderung ist noch nicht zu Ende, denn es geht ja noch ein paar Kilometer durch die Ebene.

Am Wegrand blüht das Leinkraut, schön wie eine Orchidee.

Das Gänseblümchen sieht schon ein bisschen müde aus.

Seine Blütenblätter sind schon halb zur Nachtruhe eingeklappt.

Der Badische Winzerkeller, an dem ich nach einer Weile vorbeikomme, leuchtet wie golden im Licht der Abendsonne.

Hier her fahren auch sehr viele Winzer mit ihren Traubentransporten und ich kaufe hier in letzter Zeit öfter köstlichen Neuen Süssen, wie hier der Federweisse genannt wird.

Auf meinem weiteren Weg sehe ich noch eine Wegwarte, die am Wegrand auf mich gewartet hat.

Schliesslich erreiche ich den Bahnhof, hole mein Fahrrad und fahre über den Rhein nach Hause.

Der Rhein gefällt mir sehr gut in der Abendstimmung.

Sehr zufrieden mit der ausgiebigen Wanderung radel ich heimwärts.

Mit sovielen interessanten Pflanzen hätte ich gar nicht gerechnet.

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