Kräuter-Wanderung: Weinbergwanderung im Kaiserstuhl

  

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Die Kirche von Achkarren leuchtet an ihrer Vorderseite gleissend im Licht der Nachmittagssonne.

In Richtung Castelberg-Hütte verlasse ich Achkarren auf meinem Weg nach Breisach.

Es geht steil nach oben.

Anfang des Sommers bin ich hier einmal mit dem Fahrrad runtergefahren und vor lauter Geschwindigkeit war mir ganz mulmig zumute.

Zu Fuss und bergauf ist es mir deutlich angenehmer, wenn auch anstrengender.

In der Nähe der Castellberg-Hütte sehe ich eine umwachsene Madonnenfigur.

Sie erinnert mich ein wenig an die Lourdes-Grotte oben auf dem Schlossberg, die ich bei dieser Wanderung nicht besucht habe.

Ob das hier die Madonna für Leute mit müden Füssen ist, die nur einen kleinen Aufstieg schaffen? Oder wollen die Menschen hier überall Madonnen haben?

Auch ein Brunnen plätschert in der Nähe.

Schliesslich sehe ich die Castelberg-Hütte.

Hier werden viele Feste gefeiert.

Das wundert nicht, denn unter dem Dach der Hütte ist reichlich Platz für viele Menschen.

Hinter der Castelberg-Hütte geht es direkt in den Wald hinein.

Ich plane, durch den Wald bis auf den Gipfel eines kleinen Berges zu steigen, bevor ich auf der anderen Seite des Berges wieder in die Weinberge komme.

Der Weg ist ziemlich steil, viel steiler, als man auf dem Bild erkennen kann.

Der direkte Weg auf den Gipfel, der auf meiner Karte als Wanderweg eingezeichnet ist, sieht aufgewühlt aus, wie frisch umgegraben. Ich stapfe neugierig bergan auf der zerwühlten Erde.

Bald wird der Weg immer schmaler und schliesslich kann man nicht mehr von einem Weg sprechen.

Stellenweise muss ich förmlich durch das Unterholz kriechen und dann kommt immer mal wieder ein Stück, wo es nach einem schmalen Pfad aussieht, der sich aber bald wieder verliert.

Voller Blätter und Spinnweben erreiche ich schliesslich den Gipfel, von einem Weg ist aber immer noch keine Spur. Immerhin leuchtet es hell durch die Bäume. Nicht weit entfernt wird ein Weinberg sein.

Ich komme auch bald in die Nähe eines Weinbergs, doch zwischen mir und dem Weinberg liegt ein Abgrund von fast drei Metern. Solche Sprünge traue ich mir heutzutage nicht mehr zu, da bin ich inzwischen zu sicherheitsorientiert.

Als ich den Weinberg endlich auf ebener Höhe erreiche, bin ich sehr froh.

So ein Abstecher in die Wildnis ist zwar abenteuerlich, aber allzu lang sollte er nach meinem Geschmack nicht sein.

Danach ist ein richtiger Weg aber umso schöner.

Am Wegrand sehe ich viele Sonnenwendröschen.

Sie leuchten wie kleine Sonnen aus dem Gras.

Am Hang steht eine Berberitze, die voller roter Beeren hängt.

Wie voll sie hängt!

Nicht weit entfernt entdecke ich einige Tauben-Skabiosen.

Man sieht deutlich die besonders grossen Aussen-Blütenblätter.

Nach einer Weile komme ich auf einen Bergkamm.

Hier kann ich über Ihringen hinweg die Rheinebene bis zum Schwarzwald sehen. Der Schwarzwald ist jedoch nur ein blasser Schimmer.

Der Blick in Richtung Kaiserstuhl-Mitte zeigt mal wieder Weinberge, Weinberge, Weinberge, soweit das Auge reicht.

Das ganze Weinbergtal ist fast menschenleer, bis auf ein Weingut, das unten in seiner Mitte liegt.

Das Haus ist von Zypressen umgeben, sodass ich mich an die Toscana erinnert fühle.

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