Kräuter-Wanderung: Weinbergwanderung im Kaiserstuhl

  

Seite 5


< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >

Von dem steilen Steinweg führt eine kleine Treppe nach oben und am Ende der Treppe entdecke ich eine Plattform mit Tisch und Bank.

Genau das Richtige für eine gemütliche Mittagspause.

Ich mache es mir gemütlich und geniesse die herrliche Aussicht über Achkarren.

Kaum habe ich mich gestärkt und mache mich wieder auf den Weg, entdecke ich eine zunächst unscheinbar wirkende Pflanze zwischen den Steinen.

Als ich genauer hinschaue, bemerke ich, dass die Pflanze sehr hübsche, kleine Blüten hat.

Unter einem kugeligen Bauch haben die Blüten drei kleine Zipfel, die mich an Euter erinnern. Darüber wird die Blüte von einem violetten Deckel geschlossen. Von der Seite sind die Blüten langgezogen.

Die Pflanze ist mir völlig unbekannt, aber die Blüten erinnern mich an das Zimbelkraut. Die Blätter sehen aber ganz anders aus.

Später erfahre ich in einem Naturforum, dass es sich um den Orant handelt, immerhin eine Verwandte des Zimbelkrautes.

Von einer Mauer hängt eine Pflanze mit riesengrossen, gelben Blüten herab.

Die Blüte sieht aus wie ein Kürbisgewächs.

Dass es sich um eine Kürbispflanze handelt, wird schnell bestätigt, denn ich sehe mehrere Zierkürbisse, die an der Pflanze hängen.

Am Wegrand steht eine Gruppe Seifenkraut.

Auf dieser Wanderung begegnen mir wirklich viele verschiedene Pflanzen, ich bin ganz beeindruckt.

Immer wieder schweift mein Blick auch über die Weinberge, die immer wieder anders aussehen.

So sieht es aus, wenn man am Achkarrer Schlossberg entlang schaut.

Eine kleine Gruppe Topinambur-Pflanzen reckt sich an einer anderen Stelle in die Höhe.

Den gelben Blüten sieht man an, dass sie mit der Sonnenblume verwandt sind. Die Mitte der Blüte ist aber sehr viel kleiner als bei der Sonnenblume.

Direkt daneben wächst und duftet gelber Honigklee.

Unten am Weinberg steht eine Stockrose mit grossen, rosa Blüten.

Zu ihren Füssen wachsen wilde Stiefmütterchen.

Sie haben ganz entzückende Blüten, durch die die Sonne scheint.

Jetzt habe ich Achkarren erreicht und komme zur Winzergenossenschaft.

Hier fahren jetzt Tag für Tag alle Winzer hin und liefern ihre Trauben ab.

Während der Weinlese ist das in allen Weindörfern der Fall.

Im Grünstreifen der Winzergenossenschaft sehe ich Mahonien, die voller Früchte hängen.

Wo man auch hinsieht: Überall lassen sich Heilpflanzen entdecken.

Schliesslich komme ich zur Ölmühle Fessinger, die sich kurz vor der Winzergenossenschaft befindet.

Bei dieser Ölmühle handelt es sich nicht um eine alte Mühle, die museumsartig betrieben wird, sondern es ist eine neue Ölmühle, die der Betreiber nebenberuflich aufgebaut hat, weil er mit seinen Nussernten etwas Sinnvolles anfangen wollte.

In der Ölmühle gibt es verschiedene Sorten kaltgepresster Öle aus Ölfrüchten der Umgebung.

Es gibt: Walnussöl, Haselnussöl, Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl. Alle schmecken köstlich und ich entscheide mich für je eine Flasche Walnussöl und Haselnussöl.

Ausserdem wird eine Handcreme aus selbstgepresstem Mandelöl angeboten. Die Handcreme enthält ausser dem Öl Rosenwasser und Honig und wird mit Lanolin und Bienenwachs zubereitet. Obwohl ich selber viel Cremes rühre, kann ich nicht widerstehen und gönne mir einen Tiegel der geschmeidigen, duftenden Creme.

Ansonsten gibt es noch leckere Essige, verschiedene Pestosorten und andere Köstlichkeiten.

Diese Ölmühle ist einen Besuch wert, wenn man in die Gegend kommt.

In der Mitte von Achkarren komme ich zum Weinbaumuseum, das sich in einer alten Zehntscheuer befindet.

Im Weinbaumuseum erfährt man eine Menge über den Weinbau und den Kaiserstuhl.

Vor dem Museum sind einige Weinreben mit verschiedenen Reb-Sorten angebaut.

Eine gute Gelegenheit, ein wenig mehr über die unterschiedlichen Trauben zu lernen.

Hier sieht man zum Beispiel den Elbling, eine Rebsorte, die im Kaiserstuhl kaum angebaut wird, den man aber hier vor dem Museum kennenlernen kann.

< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >