Kräuter-Wanderung: Weinbergwanderung im Kaiserstuhl

  

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Die Blütenblätter der weissen Lichtnelke sind eingerollt.

Ob das am Schatten liegt oder warum haben sie sich wohl so zusammengerollt?

In der Nähe entdecke ich die violetten Blüten des bittersüssen Nachtschattens.

Diese Farbkombination aus violett und gelb gefällt mir so gut.

Die Blüten sind aber so klein, dass sie nur schwer zu fotografieren sind.

Ein paar Meter weiter, auf der anderen Seite des Hohlwegs sehe ich einen bittersüssen Nachtschatten mit reifen, roten Früchten.

Von Blüten ist hier nichts mehr zu sehen.

Ich frage mich, ob diese Seite des Hohlwegs wohl wärmer ist als die andere, oder woran es liegen mag, dass dieser bittersüsse Nachtschatten in seiner Entwicklung soviel weiter ist als der zuvor gesehene.

Eine echte Goldrute wächst waagrecht in der steilen Wand der Hohlwegs.

Am Boden blinzeln mich kleine, gelbe Blüten an.

Sie gehören zum hornfrüchtigen Sauerklee.

Obwohl die Blätter die gleiche Form haben wie der rote und der weisse Klee, sind die Sauerklees nicht mit ihnen verwandt. Sie gehören sogar zu einer eigenen Familie, zu den Sauerkleegewächsen.

Zurück in den Weinberg sehe ich einjähriges Bingelkraut, das gerne in Weinbergen wächst und hier relativ häufig vorkommt.

Schliesslich erreiche ich einen Bergsattel.

Mein Blick schweift zurück über die hügelige Hochebene, die ich gerade durchwandert habe.

Hier würde bequem eine kleine Stadt reinpassen.

Stattdessen ist alles voller Weinreben. So wichtig ist den Menschen hier der Weinanbau.

Auch entlang des Sattels dominieren die Weinreben.

Hier sehe ich einige Autos und höre Menschen arbeiten.

Ausser der Weinlese gibt es offenbar auch einiges Anderes im Weinberg zu tun. In manchen Weinbergen sehe ich Menschen, die junge Pflanzen hochbinden.

Über den Sattel hinweg sehe ich den kleinen Ort Achkarren, der wie alle Orte hier, ganz im Zeichen des Weines lebt.

Achkarren liegt sehr malerisch in seinem kleinen Kaiserstuhl-Tal.

Im Gras zwischen den Weinreben wächst eine Sichel-Luzerne.

Die Sichel-Luzerne wird auch Sichel-Klee genannt, denn sie ist eine Klee-Art.

Die Steine sehen hier anders aus als vorhin.

Hier sind sie bräunlicher und bunt gepunktet.

Direkt daneben liegt ein ganz anderer Stein, der ziemlich rot ist.

Mit den Gesteinsarten und den verschiedenen Eruptionsphasen im Kaiserstuhl sollte ich mich mal näher beschäftigen.

Dann lerne ich bestimmt auch etwas über die Beschaffenheit der hiesigen Böden, was sich bestimmt auch auf die Pflanzenwelt auswirkt.

Am Rand einer Trockenmauer wächst das Büschelschön, auch Phacelia genannt.

Hier am Schlossberg bei Achkarren wachsen viele Zypressen.

Das gibt der Umgebung einen mediterranen Flair.

An einem steilen Steinweg zwischen den Terassenebenen wächst Hopfen, dessen Zapfen gerade reif sind.

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