Kräuter-Wanderung: Weinbergwanderung im Kaiserstuhl

  

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Ein Pyrenäen-Storchschnabel leuchtet kräftig rosa aus dem Schatten.

Besonders interessant finde ich auch die rote Pflanzengalle, die an einer Heckenrose wächst.

In der Wand der Hohlgasse wächst auch das Jakobs-Greisskraut, das wegen seiner Giftigkeit von Kuhbesitzern so gefürchtet wird.

Dann sehe ich brombeerartige Früchte, die aber bereift aussehen.

Es handelt sich um eine Verwandte der Brombeeren, die sogenannte Kratzbeere.

Ihre Früchte schmecken säuerlich und eher fade.

Wie so oft in Hohlgassen wächst auch hier das Schöllkraut.

Oberhalb der gelben Blüte kann man die länglichen, grünen Schoten sehen.

In der Wand der Hohlgasse entdecke ich eine Höhle.

Diese Höhlen kommen in Lösswänden recht häufig vor.

Die Höhlen dieser Grösse wurden von den Bauern angelegt und als Keller und Schutzhöhlen genutzt.

Kleinere Höhlen werden häufig von Tieren angelegt, weil man auch als Tier gut in Lösshöhlen leben kann.

Die Höhle auf dem Bild scheint aber nicht mehr genutzt zu werden.

Schliesslich komme ich aus der Hohlgasse heraus und gelange in eine Art hügelige Hochebene voller Weinberge.

Über die Weinreben hinweg kann ich immer wieder den Totenkopf-Gipfel sehen.

Zuerst war er schräg vor mir, jetzt ist er schon seitlich von mir.

Ich gehe sozusagen westlich am Totenkopf vorbei im Laufe des Tages.

Auf den sanft geschwungenen Hängen sind die Weinanpflanzungen für das Laienauge in einem unregelmässigen Muster angeordnet.

Hier sieht man weder die gigantischen Grosslagen noch die engen, schmalen Weinberge, die man an anderen Stellen sieht.

Die Sanftheit der Hügel erlaubt einen Anbau ohne Terassen.

An einer Lösswand wächst der Efeu und beginnt gerade zu blühen.

Man kann die Efeublüten förmlich hören, denn eine Unzahl von Bienen umschwirren die kugelförmigen Blüten, die für das menschliche Auge so gar nicht bunt wirken.

Für Insekten müssen sie aber eine enorme Anziehungskraft haben, denn wo ich auch Efeublüten sehe, ist die Umgebung voller Summen und Sirren.

Ob es sich bei dieser Eiche wohl um eine der seltenen, wärmeliebenden Flaumeichen handelt?

Erst kürzlich habe ich gelesen, dass es hier auch Mischlinge zwischen normalen Eichen und Flaumeichen gibt.

Als Laie kann man sie nur schwer unterscheiden.

Eine wunderschöne Rose ziert den Anfang einer Reihe mit Weinreben.

So eine Bilderbuch-Rosenblüte kommt mir nur selten vor meine Kameralinse.

Hier sieht man Ruländer-Trauben, meine Lieblings-Rebsorte.

Aus diesen hellroten Trauben wird Weisswein gekeltert.

Wenn die Trauben früh geerntet werden, entsteht der trockene Grauburgunder und bei späterer Ernte der eher liebliche Ruländer, den ich bevorzuge.

Die Weinberge sehen immer wieder anders aus.

Hier sieht man kleine terassierte Weinhügel.

Dahinter hat man bestimmt einen guten Blick auf die westliche Rheinebene.

An einer Schattenstelle wächst eine gefleckte Taubnessel mit ihren dunkelrosa Blüten.

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