Kräuter-Radtour: Botanisches Strassburg

  

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Eine der zahlreichen Heilpflanzen ist die Passionsblume, die gerade in voller Blüte steht.

Auch einige grosse, exotische Bäume stehen im botanischen Garten von Strassburg.

Die Zeit vergeht wie im Fluge, sodass ich gar nicht alles sehen kann.

Eines Tages muss ich wohl wieder herkommen, wahrscheinlich noch viele Male, um alles richtig würdigen zu können.

Nach dem botanischen Garten fahre ich zum Jardin des deux Rives (Garten der zwei Ufer), der sich entlang des Rheins auf deutscher und französischer Seite erstreckt, und die europäische Völkerfreundschaft unterstützen soll.

Das verbindende Element ist die Passerelle des deux Rives, eine geschwungene Fussgänger- und Radfahrerbrücke, die über den Rhein führt.

Diese Brücke ist wirklich drollig, denn eigentlich sind es zwei Brücken.

Eine eher sanft ansteigende Brücke, die auf beiden Seiten ein Stück entfernt vom Ufer beginnt und führ Radfahrer und Rollstuhlfahrer, aber auch Fussgänger geeignet ist.

Die andere Brücke beginnt direkt an den Rheinufern und steigt zunächst mit Stufen relativ steil an. Sie ist nur für Fussgänger geeignet.

Beide Brücken treffen sich in der Mitte über dem Rhein auf einer Plattform, wo man sich auf Sitzbänken entspannen kann.

Doch bevor ich nach Deutschland radel, schaue ich mir noch den französischen Teil des Gartens der zwei Ufer an.

Besonders freue ich mich über den kleinen Kräutergarten.

Hier sind die Heilpflanzen nach Einsatzgebiet geordnet und zeigen auch dem unbedarften Besucher ein Stück von der Vielfalt der Heilpflanzenwelt.

In Deutschland schliesslich angekommen, fahre ich zum Campingplatz von Kehl.

Dort hole ich mein winziges Zelt aus meinen Satteltaschen und baue mir mein kleines Zuhause auf.

Der Campingplatz ist gut organisiert und sauber, ganz wie es sein soll.

Ich gehe naturgemäss früh schlafen und wache auch entsprechend früh morgens wieder auf.

Nachdem ich am nächsten Morgen mein Lager abgebrochen habe und mich auf den Weg mache, liegt die Passerelle im jungen Licht der Morgensonne.

Ich bin froh, dass ich den Aufbruch so früh geschafft habe, denn es ist noch angenehm kühl für meinen weiten Heimweg.

Zunächst muss ich durch ganz Strassburg radeln.

Als ich im Zentrum ankomme, treffe ich nicht etwa auf City-Gewühl, sondern auf einen kleinen Hafen mit Freizeit-Booten.

Nur wenige hundert Meter von hier steht das Münster.

An einem grossen Treffpunkt der Strassburger Wasserwege steht eine Weide wie aus dem Bilderbuch.

Auf so einen herrlichen Baum kann die Stadt wirklich stolz sein.

Auf dem Heimweg fahre ich auf der französischen Seite erst entlang des Kanals und später durch die kleinen Dörfer in der Nähe des Rheins.

Diese Strecke hat den Vorteil, dass die Strassen asphaltiert sind und die Fahrt deshalb leichter geht. Meine Beine sind dennoch schwer und die Fahrt erscheint mir endlos.

Am Horizont kann ich über die Felder hinweg die Vogesen sehen, deren Silhouette mir immer bekannter vorkommt, je weiter ich nach Süden komme.

Natürlich sehe ich auch viele Pflanzen am Wegrand, aber all diese Pflanzen habe ich in den letzten Monaten auf meinen Ausflügen schon hunderte von Malen fotografiert. Daher fahre ich fast ohne zu fotografieren nach Hause.

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