Kräuter-Radtour: Botanisches Strassburg

  

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Nach dem Abstecher zum Plan d'eau de Plobsheim fahre ich wieder zum Rhein-Rhone-Kanal.

Je näher ich Strassburg komme, desto mehr Brücken führen über den Kanal.

Unter der Brücke sieht man eines der vielen Hausboote, die im Kanal am Ufer liegen.

Auf den Hausbooten leben anscheinend Leute ihr Alltagsleben. Wäsche hängt auf Wäscheleinen, Menschen putzen ihre Terassen oder reparieren ihre Fenster und auf den Decks lehnen Farräder.

Mir gefällt die Vorstellung vom Leben auf dem Hausboot, aber wie es in der Wirklichkeit ist, weiss ich natürlich nicht.

Schliesslich erreiche ich Strassburg.

Der Kanal hat mich bis in die Innenstadt gebracht.

Und nur wenige hundert Meter weiter komme ich zu meinem ersten Touristenziel, der Barrage Vauban.

Das ist ein grosses brückenartiges Gebäude über einem Gewässer, das vom grossen mittelalterlichen Baumeister Vauban erbaut wurde. Vauban hat auch in Breisach, Freiburg und vor allem in Neuf-Brisach wichtige Spuren hinterlassen.

Auf die Barrage Vauban kann man draufsteigen und den Ausblick auf die Stadt geniessen.

Der beste Blick ist der auf das Viertel Petit France (Klein-Frankreich).

Warum es dort Petit France heisst, weiss ich immernoch nicht, aber es sieht toll aus.

Wasser spielt dort offenbar eine ganz wichtige Rolle, denn mehrere Kanäle verlaufen zwischen den Teilen des Viertels.

Mehrere Türme stehen wie Wächter vor Petit France.

Über Petit France hinweg sieht man auch das berühmte Strassburger Münster.

Dass diese Kathedrale nur einen Turm hat, ist schon immer so gewesen, denn der zweite Turm wurde nie gebaut.

In der anderen Richtung sehe ich mehrere Hausboote, die friedlich mitten in Strassburg am Ufer liegen.

Nach einem gründlichen Rundblick verlasse ich die Barrage Vauban und gehe in Richtung Petit France, denn dieses Viertel lockt mich sehr.

Die Brücken zwischen den Wächtertürmen sind blumengeschmückt.

Eine der Blumen fasziniert mich und ich könnte mir vorstellen, dass sie auch irgendeine exotische Heilpflanze ist.

Aber leider habe ich bisher nicht herausgefunden, wie die Pflanze heisst. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich mit Zierpflanzen überhaupt nicht auskenne.

Von Petit France bin ich fasziniert und überwältigt.

Venedig kann kaum schöner sein.

Überall verlaufen Kanäle zwischen den Häuserzeilen und fast alle Häuser sind Fachwerkhäuser.

Die Brücken über die Kanäle drehen sich zur Seite, wenn ein Boot durchfahren will.

Der Teil Petit Alsace (Kleines Elsass) von petit France scheint der Höhepunkt des Viertels zu sein.

Hier ist die Idylle nahezu übersteigert und alles wimmelt vor lauter Touristen, was nicht verwunderlich ist.

Trotz des Touristenrummels bin ich extrem begeistert und würde am liebsten eine ganze Weile verharren. Aber ich habe ja noch viel vor und will in erster Linie den botanischen Garten besuchen.

Das Strassburger Münster gehört bei einem Strassburg-Besuch natürlich zum Pflichtprogramm.

Es ist wirklich eine wunderschöne Kirche und um die ganzen Details richtig würdigen zu können, müsste man sich mindestens einen ganzen Tag oder noch viel länger Zeit nehmen.

Hier stört mich der Touristenrummel jedoch ziemlich und ich radel zügig weiter.

Schliesslich erreiche ich den Botanischen Garten.

Gleich im Eingangsbereich komme ich zu einem Bereich, der den Heilpflanzen gewidmet ist.

Das freut mich natürlich, denn wegen der Heilpflanzen bin ich ja den weiten Weg hergekommen.

Insgesamt sollen hier 6.000 Pflanzenarten auf 3,5 Hektar Fläche gedeihen.

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