Kräuter-Radtour: Botanisches Strassburg

  

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An einem Stück Brachland, wo anscheinend ein neuer Damm gebaut wird, entdecke ich Maiglöckchen mit roten Beeren.

Das zugehörige Blatt sieht man übrigens im Hintergrund.

Die Blätter vorne gehören zu einer anderen Pflanze.

Auf dem Brachland wächst auch Wasserdost, der zur Zeit sehr schön blüht.

Später komme ich zum Leopoldskanal, dieser Verlängerung der Dreisam, die ich auch schon bei meiner letzten Fahrt nach Norden kennengelernt habe.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis nach Taubergiessen.

Als ich wieder das Rheinufer erreiche, sehe ich blühenden japanischen Staudenknöterich.

Bei diesem Anblick frage ich mich, ob dieser aggressive Einwanderer wohl über die Dreisam zum Rhein gebracht wurde?

Vor der Mündung des Rheinkanals habe ich am Rhein nämlich noch keinen japanischen Staudenknöterich entdeckt.

Der Rhein selbst wirkt an dieser Stelle irgendwie klarer und sauberer als vor der Überschwemmung.

Als hätte das braune Schlammwasser das nahezu stehende Wasser gereinigt.

Beim Altrhein sieht man jedoch deutlich den Schlammrand, den die Überschwemmung hinterlassen hat.

Die Bäume auf der kleinen Altrhein-Insel in Bildmitte sind mindestens einen Meter hoch schlammbraun.

Die behaarte Karde sehe ich auch wieder.

Sie hat die Überschwemmung gut überstanden.

Inzwischen ist sie aber weitgehend verblüht.

Beim indischen Springkraut sieht man deutlich, wie das Überschwemmungswasser hier alles im Griff hatte.

Die Blätter sind bis in Brusthöhe voller Schlammreste, und die Blüten, die sich offenbar erst später geöffnet haben, sehen völlig makellos aus.

Ich finde die Vorstellung sehr beeindruckend, dass hier vor kurzem alles brusthoch unter Wasser stand.

Bald fahre ich über einen besonders breiten Altrheinarm auf einer Holzbrücke.

Sie scheint mir ein wenig schief und einige der Bodenbretter wackeln ein klein wenig.

Obwohl die Brücke nicht wirklich instabil wirkt, ist mir etwas mulmig zumute. Besonders gruselig finde ich jedoch die Vorstellung, was ich hier wohl tun würde, wenn die Brücke vom Wasser weggespült worden wäre. Ohne Brücke würde ich hier nämlich nicht rüberkommen. Dann müsste ich wohl zurückfahren.

Schliesslich erreiche ich die Fähre, die mir so gefällt.

Voller Vergnügen überquere ich mit der Fähre den Rhein und fahre auf der französischen Seite weiter.

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