Kräuter-Wanderung: Der Belchen ruft

  

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Der Heidelbeerbewuchs hört allmählich auf und der Wald wird dunkler.

Die Steine sind mit Moos bewachsen.

Bei den Bäumen erkennt man teilweise den Hakenwuchs, den wir auch schon vom Feldberg kennen.

Der winterliche Schneedruck und Hangrutsche haben die jungen Stämme nach unten gedrückt und dann haben sich die Bäume wieder aufgerichtet.

Hier treffe ich auch den roten Holunder wieder.

Seine Beeren leuchten schon von Ferne.

Der verblühte Alpendost darf auch nicht fehlen.

Und der Hasenlattich ist hier besonders schön.

Seine Blüten sind hier rötlicher als die sonst eher violetten Blüten. Beides ist aber normal für den Hasenlattich.

Ein paar Kilometer weiter treffe ich auf einen grossen Geissbart, der ganz allein am Wegrand steht und mir freundlich zunickt.

So ein Geissbart ist schon ein stattliches Gewächs. Zwar nicht ganz mannshoch, aber deutlich über einen Meter hoch und er geht auch kräftig in die Breite, wenn er sich entfalten kann.

Schliesslich stosse ich auf einen breiten Weg, auf dem ich den Rest des Weges wandern werde.

So schön der schmale Pfad auch war, bin ich doch ganz froh, dass der Weg jetzt so breit geworden ist, denn meine Beine werden inzwischen schon etwas müde.

Auf dem breiten Weg geht es noch 600 Meter nach unten und etliche Kilometer weit bis ich wieder beim Bergwerk bin.

An einer Stelle sehe ich eine besonders schöne Wald-Engelwurz.

Man kann die runden Einzeldolden so richtig gut erkennen.

Nach schier endloser Wanderung komme ich schliesslich an einen kleinen Bach, der zügig zu Tale strömt.

Da meine Füsse und vor allem die Knie schon ganz heiss sind vor lauter Wanderung, nutze ich die Gelegenheit und kühle meine Beine in einem Becken des Baches.

Bis über die Knie stehe ich für einige Minuten im eiskalten Wasser und fühle, wie gut mir das tut.

Solche kalten Beinbäder kann ich Wanderern nur wärmstens empfehlen.

Fast schon wieder leichten Schrittes erreiche ich schliesslich Kaltwasser mit seiner steilen Wiese.

Die Sonne scheint gerade noch auf die oberen Teile der Wiese.

Dann geht es wieder vorbei am Schwarzwaldhaus, aus dessen Kamin ein feiner Rauchfaden steigt. Offenbar halten sich dort einige Menschen auf.

Und dann bin ich endlich zurück beim Kiosk des Bergwerks.

Das Beste ist: mein Fahrrad ist noch da und wartet auf mich.

Vor der Weiterfahrt gönne ich mir noch eine Stärkung.

Nach der Pause sause ich ins Tal.

Die ersten Kilometer gehen wie von selbst und ich muss gar nicht in die Pedale treten, ausser zum Bremsen.

Kurz vor Staufen werfe ich einen Blick zurück und sehe einen Belchen, der ganz herrlich von der Abendsonne beleuchtet wird.

Was für ein wunderbarer Berg!

So fahre ich schliesslich in den Sonnenuntergang hinein.

Zum Gefälle, das mir die Fahrt erleichtert, kommt in der Ebene noch Rückenwind, sodass ich den unbekannten Teil der Fahrt noch mit ein wenig Tageslicht bewältigen kann.

Bis ich zuhause ankomme, verschwindet schliesslich auch der letzte Rest Tageslicht und die Beleuchtung meines neuen Fahrrads hat die erste Gelegenheit, sich zu bewähren, was sie auch tapfer tut.

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