Kräuter-Wanderung: Der Belchen ruft

  

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Schliesslich wird es Zeit für den Gipfelsturm.

Gestärkt geht es die letzten paar Meter bis auf den eigentlich Belchen-Gipfel.

Ausser einer inneren Stärkung habe ich übrigens auch meine verschwitzten Füsse trocknen lassen. Dann habe ich sie mit Hirschtalgcreme eingerieben (mein Geheimtipp) und schliesslich trockene Strümpfe angezogen, die ich auf dem Weg nach oben habe trocknen lassen. Ich bin also den ganzen Weg mit einem Rucksack gewandert, aus dem zwei Socken wie Hasenohren baumelten.

Diese Fussauffrischung hat wahre Wunder bewirkt und ich komme fast so schwungvoll voran wie die Seilbahn-Benutzer.

Schon während des Aufstiegs offenbart sich die herrliche Aussicht.

Hier ein Blick auf das Münstertal.

Durch den hellgrünen Bereich bin ich am Morgen geradelt.

Etwas stärker herangezoomt sieht man sogar den Rhein, obwohl die Sicht mal wieder nicht ganz optimal ist.

Der Rhein, das sind die beiden hellblauen Flächen etwas rechts von der Bildmitte. Man sieht dort den Rheinkanal und den Restrhein.

Und links davon, auf der französischen Seite, lebe ich.

Ich sende einen intensiven Gruss an meine Heimat, die ich von hier oben sehen kann. Sonst schaue ich immer von dort unten nach hier oben und fühle mich vom Belchen gerufen.

An einer anderen Stelle sehe ich den Blauen, ein weiterer Schwarzwaldgipfel, der hier ganz in der Nähe ist.

Auf den Blauen möchte ich am liebsten auch noch dieses Jahr wandern, ebenso wie auf den Kandel. Mal sehen, welche meiner zahlreichen Wanderpläne ich alle erfüllen kann.

Schliesslich erreiche ich das Gipfelkreuz.

Von hier aus kann man rundum im Kreis schauen.

Die Aussicht ist von hier aus viel beeindruckender als vom Feldberg aus, weil man auch die Rheinebene sehen kann, die für den Feldberg zu weit weg ist.

Apropos Feldberg, den sieht man natürlich auch von hier oben aus. Links der etwas höhere Bereich ist der Feldberg und weiter rechts die Kuppe ist der Seebuck.

Man sieht vom Gipfel aus übrigens auch den Schauinsland und dahinter den Kandel. In Richtung Westen kann man schwach die Vogesen erahnen mit ihren eigenen Belchen-Bergen, den sogenannten "Ballons".

In Richtung Süden kann man an guten Tagen bis zu den Alpen sehen. Mit viel Glück erhascht man sogar einen Blick auf den Mont Blanc.

Aber heute sind kaum die Gipfel des Schweizer Jura zu erkennen. Das schwach Hellblaue am Horizont, das ist der Schweizer Jura.

In Echt konnte man noch einiges mehr erkennen, beispielsweise die buckelige Form der Gipfel, aber das ist auf dem Bild leider nicht zu sehen.

Im Gipfelbereich wächst auch die seltene Scheuchzers Glockenblume, die nur in den Alpen und auf den höchsten Schwarzwald-Gipfeln gedeiht.

Auch den Schweizer Löwenzahn findet man hier.

Er gilt als besondere Rarität des Belchen-Gipfels.

Das Wald-Ruhrkraut wird auf den Infotafeln nicht erwähnt, aber mir fällt es sofort ins Auge.

Ich finde, es sieht sehr interessant aus und bisher habe ich es auch nur in grosser Höhe gesehen.

Schliesslich habe ich genug gesehen und mache ich auf den Weg nach unten.

Diesmal geht es hintenrum, eine andere Strecke als beim Aufstieg.

Der Serpentinen-Waldweg auf den ich bald gelange ist sehr malerisch.

Er führt durch lauter Heidelbeerbüsche, an denen leckere Früchte hängen.

Da es schon später ist als ursprünglich geplant, nasche ich nur ein paar wenige der blauen Früchte.

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