Kräuter-Wanderung: Der Belchen ruft

  

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Neben der Blutwurz sehe ich auch ein paar Polster Heidekraut.

Anscheinend mögen Blutwurz und Heidekraut die gleiche Umgebung, denn ich treffe sie jetzt mindestens schon zum zweiten Mal zusammen an.

Auch schöne Wald-Wachtelweizen stehen am Wegrand.

Als ich wieder aus dem Wald trete und auf eine schräge Bergwiese komme, sehe ich lauter Baume, die über und über voll mit Flechten bewachsen sind.

Das sieht so richtig bizarr aus.

Hier oben ist es bestimmt oft nebelig, denn sonst könnten diese ganzen Flechten ja gar nicht gedeihen.

Von einigen Zweigen hängen die Flechte richtiggehend runter.

Die Zweige sind zum Teil so dicht umwachsen, das man von ihnen nichts mehr sieht.

Bei Nebel sieht es hier bestimmt gespenstig aus, wie in einem Gruselfilm.

Von hier oben hat man auch erstmal einen guten Ausblick auf die Ebene.

Der Weg ist schmal, führt aber ziemlich bequem entlang eines Wiesenhangs.

Hier wächst sehr viel Heidekraut.

Man kann die leichte Rosafärbung der Wiese erkennen.

Hier gibt es auch Salbei-Gamander.

Die Blüten sehen noch richtig frisch aus, nicht so verblüht wie an tiefer gelegenen Stellen.

Nach einer Weile habe ich auch einen Blick auf den Hohe-Kelch.

Es ist schon drollig.

Vor wenigen Minuten empfand ich das Erreichen dieses Passes als Fast-schon-oben-angekommen und jetzt liegt er schon so tief unter mir.

Dabei war mir gar nicht bewusst, wie stark ich seitdem gestiegen bin.

Bald biegt der Weg um den Berg und ich sehe in der Ferne das Belchenhaus.

Der Blick nach unten wird immer schöner.

Schliesslich erreiche ich das Belchenhaus.

Das Belchenhaus ist sozusagen das zentrale Tourismuszentrum des Belchens.

Der Kiosk, bei dem ich eigentlich eine Karte und vielleicht ein paar Erfrischungen kaufen wollte, hat leider zu und ich finde auch keine Info über Öffnungszeiten.

Das Restaurant hat offen, ist aber so gut besucht, dass die Abarbeitung der Warteschlange wohl fast so lange dauern würde, wie ich brauche, wieder ins Tal zu wandern - naja nicht ganz. Das Warten dauert mir auf jeden Fall zu lange, weil ich ja noch runter muss.

Wie gut, dass ich noch reichlich Proviant dabei habe. Den lasse ich mir genüsslich schmecken.

Bis zum Belchenhaus fährt auch eine Seilbahn.

Aus der Seilbahn ergiessen sich jede Menge aufrechte Wanderer mit superschicken Wanderstiefeln, die elastischen Schrittes ihre modernen Gehstöcke schwingen und dem Gipfel entgegenstürmen.

Ha, denke ich mir, wenn ich den Anstieg per Seilbahn gemacht hätte, könnte ich auch gut elastisch emporschreiten, so brauche ich aber erst mal eine ausgiebige Pause, bevor ich langsam die letzten Meter nach oben wandere.

Der Ausblick vom Belchenhaus ist wunderbar, zumindest in Richtung Süden.

Es macht Freude, hier ein Viertelstündchen zu verweilen.

Und wenn der Weg nach unten und dann nachhause nicht so weit wäre, würde ich auch gerne noch ein bisschen länger bleiben.

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