Kräuter-Wanderung: Auf dem Naturlehrpfad zum Feldberg

  

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Am Strassburger Brunnen entdecke ich blühende Bachbunge.

Darüber freue ich mich sehr, denn meistens finde ich die Bachbunge nur ohne Blüten.

An den Blüten kann man auch deutlich die enge Verwandtschaft zum Ehrenpreis erkennen.

Auf einer kleinen Lichtung sehe ich weiss blühende Weidenröschen.

Ansonsten sehen sie aus wie die schmalblättrigen Weidenröschen, die hier überall anzutreffen sind.

Zu welcher Art diese Weidenröschen gehören, konnte ich bisher nicht herausfinden.

Das Mädesüss ist hier in der Gegend schon weitgehend verblüht.

Aber ein blühendes Exemplar habe ich noch gefunden.

Eine Schwarzwaldwanderung ohne Mädesüss wäre ja auch merkwürdig.

Von einer Wiese aus habe ich nochmal einen guten Blick auf den Seebuck mit seinem Feldbergturm.

Eine gute Gelegenheit, um Abschied vom Feldbergmassiv zu nehmen.

Weiter geht es bergab, zunächst auf der schmalen Autostrasse, auf der aber glücklicherweise wenig Verkehr herrscht.

Immer wieder sehe ich hier den roten Holunder.

Seine roten Beeren sind kräftige Farbtupfer in dem Grün des Waldes.

Von weitem könnte man den roten Holunder mit der Eberesche verwechseln, aber der Holunder ist meistens deutlich kleiner und buschiger als die Eberesche. Ausserdem sind die Beeren des Holunders kräftig rot und die Ebereschen-Beeren sind eher dunkelorange.

Nach einer Weile darf ich die Strasse verlassen und in einem schmalen Waldweg einbiegen.

Das gefällt mir schon deutlich besser als die Autostrasse.

Auf dem Mittelstreifen des Waldwegs sehe ich die kleinen Blüten eines Vergissmeinnichts.

Ob es sich dabei um das Wald- oder das Alpen-Vergissmeinnicht handelt oder gar um noch eine andere Art, weiss ich leider nicht, weil sich die Vergissmeinnicht-Arten so ähnlich sehen.

Nach einer guten Strecke durch den Wald komme ich zu einem Bergdorf mit typischen Schwarzwaldhäusern.

Ab hier führt der Weg ein paar Meter abseits der Strasse auf einem schmalen Wanderpfad entlang.

Trotz der geringen Entfernung zur Strasse spürt man sie über weite Strecken kaum, weil sie hinter der Vegetation verschwindet.

Auf einem besonders steilen Hang, an dem ich entlangwander, höre ich jedoch starke Autogeräusche von weit her.

Hier wander ich offenbar direkt am Höllental entlang und die Autos fahren auf der Höllentalstrecke. Der Schall reicht von dort unten wirklich stark nach hier oben in den eher friedlichen Schwarzwald-Hang.

Am Wegrand wachsen besonders grosse Farne mit fein gefiederten Blattwedeln.

Vielleicht handelt es sich bei diesen Farnen um Adlerfarn.

Nach einer Weile flacht sich der schluchtartige Hang ab. Das Höllental liegt wohl hinter mir, ein gewisser Taleinschnitt bleibt jedoch immer noch.

Auf der anderen Seite des Tales kann ich idyllische Bergwiesen inmitten von Wäldern sehen.

Der letzte Kilometer bis Hinterzarten wird mir doch noch recht lang und ich bin froh, als ich endlich die Touristen-Hauptstrasse von Hinterzarten erreiche.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Bahnhof, wo ich meine Heimreise antreten kann.

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