Kräuter-Wanderung: Zum Naturschutzgebiet Taubergiessen

  

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Draussen vom Treppenabsatz des Besucherraums aus habe ich einen guten Blick über den Zusammenfluss von Schleusenbecken und Wasserkraftwerk.

Im Prinzip ist das ja immer wieder das Gleiche, bei all den Wasserkraftwerken, bei denen ich vorbeikomme.

Aber es gefällt mir immer wieder, wie diese Wassermassen sich verbinden, zu breiteren Gewässern, oder wie sie sich in mehrere Arme aufteilen.

Und dann bin ich auf dem Fahrradweg der Rheininsel.

Es geht immer schnurgeradeaus am Rheinkanal entlang.

Die eigentliche Rheininsel liegt deutlich unten mir und sieht recht wild aus.

Inzwischen ist es brennend heiss und ich sehne mir ein Stückchen Schatten herbei. Aber an Schatten ist hier überhaupt nicht zu denken.

Auf dem Betonteil der Kanalböschung sehe ich im Vorbeifahren eine minzeartige Pflanze und halte schnell an.

Für eine Minze sieht die Pflanze irgendwie ein wenig seltsam aus mit ihren schmalen, gezackten Blättern.

Aber sie duftet auch ein wenig minzig, daher glaube ich, dass ich eine der zahlreichen Minzearten vor mir habe.

Später stellt sich jedoch heraus, dass es sich um einen Wolfstrapp handelt, eine Pflanzenart, die ich bisher noch nicht kannte.

Ganz in der Nähe wächst eine kleine Rossminze aus einer Betonritze.

Ein Stück weiter auf meinem Weg entdecke ich eine bisher unbekannte Distelart.

Ich vermute gleich, dass es sich um eine Golddistel handelt, denn sie sieht so golden aus.

Diese Einschätzung stellt sich später auch als richtig heraus.

Auch wenn ich schitze und in der Hitze fast zerlaufe, hat sich dieser Weg auf der Rheininsel sehr gelohnt.

Ab und zu schwebt auch eine wilde Pastinake mit ihren filigranen gelben Dolden über der Böschung.

Als ich das Ende der Rheininsel endlich erreiche, bin ich jedoch sehr froh, denn diese schnurgerade Hitzetour ist mir doch etwas lang geworden.

Ich frage mich, wie ich den restlichen Weg auf dem sonnigen Rheindamm bewältigen soll.

Nachdem ich auf dem Radfahrer-Weg über das Wehr gefahren bin, erreiche ich wieder das deutsche Rheinufer.

In der geschützten Ecke vor dem Wehr befindet sich ein Jachthafen, genau wie bei Burkheim an einer vergleichbaren Stelle.

Doch hier bin ich von Burkheim noch weit entfernt.

Am Ufer blüht eine weisse Malve.

Auch wilde Karden treffe ich an.

Das finde ich sehr gut, denn so sieht man deutlich den Unterschied zwischen den wilden Karden und den neu entdeckten behaarten Karden.

Hier habe ich extra zum Vergleichen nochmal die behaarte Karde aus Taubergiessen hervorgeholt.

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