Kräuter-Wanderung: Zum Naturschutzgebiet Taubergiessen

  

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Dann erlebe ich es doch noch - mein botanisches Aha-Erlebnis.

Mitten im Taubergiessen-Wald treffe ich auf eine mir unbekannte Karden-Art.

Dass es eine Karde ist, sehe ich sofort, denn sie hat den typischen Wuchs und stachelige Blütenköpfe, die an Disteln erinnern.

Aber die Blütenköpfe sind viel kleiner als die der üblichen wilden Karde.

Wieder zuhause erfahre ich aus meinen Bestimmungsbüchern, dass es sich bei dieser Pflanze um die behaarte Karde handelt, eine Heilpflanze wie ihre grossblütige Schwester.

Schliesslich erreiche ich die Mündung des Leopoldskanals in den Rhein.

Das Wasser sieht aus, als ob es still steht. So richtig spektakulär ist diese Mündung nicht.

Aber es ist schon mal interessant zu sehen, was aus der Dreisam letztendlich wird.

Die nächsten Kilometer fahre ich am Rheindamm entlang, also eigentlich nicht durch sondern neben dem Taubergiessen.

An einer Stelle wachsen besonders schöne Nachtkerzen.

Auch den Blutweiderich sehe ich hin und wieder.

Vor dem blau spiegelnden Rheinwasser und den grünen Algen bildet sich ein schöner Farbkontrast.

Der Rhein hat sich hier offenbar vom Charme von Taubergiessen inspirieren lassen.

So bewachsen und verträumt sieht er an anderen Stellen nicht aus.

Bei diesem Rheinabschnitt handelt es sich natürlich um den Restrhein. Der Schiffsverkehr findet im parallel verlaufenden Rheinkanal statt.

Ab und zu sehe ich auch das Jakobs-Greiskraut.

Das wächst hier aber seltener als in anderen Gegenden, wo ich in letzter Zeit unterwegs war.

Ein Zottiges Weidenröschen leuchtet aus dem Gras am Wegrand.

Am Nordrand von Taubergiessen komme ich endlich in ein wirklich uriges Gebiet.

Hier sieht es so aus, wie ich mir Taubergiessen erhofft habe.

Der Fahrradweg führt hier mehr über oder entlang Altrhein-Wasser als durch Land.

Die Altrheinbecken sind hier echt bizarr.

Aus trübem Tümpelwasser ragen Baumstämme, die im Wasser treiben.

Hier und da sieht man auch flache, baumbestandene Inselchen.

Diese Ecke von Taubergiessen gefällt mir wirklich gut.

Auch die behaarte Karde treffe ich noch einmal.

Hier komme ich besser an die Blüten dran, um Fotos von ihnen zu machen.

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