Kräuter-Wanderung: Auf den Rosskopf bei Freiburg

  

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Schliesslich blitzt leuchtet St. Ottilien aus dem Dunkel des Waldes.

Die Stimmen der Besucher, vor allem der Kinder, hatte ich schon deutlich vorher gehört, aber lange Zeit war nur das Halbdunkel des Waldes zu sehen gewesen.

Bei der Gaststätte überlege ich eine Weile, ob ich dort einkehren soll, aber dann komme ich zu dem Schluss, dass ich eigentlich genug eigenen Proviant dabei habe.

Neben der Gaststätte steht die St. Ottilien-Kirche.

Ich statte der Kirche einen Besuch ab und geniesse die friedliche Stille.

Dann ruft der Weg durch das St. Ottilien-Tal nach unten ins Dreisam-Tal.

Das St. Ottilien-Tal ist ziemlich steil und schmal in die Hänge der Berge eingeschnitten.

In der Mitte gluckert deutlich hörbar ein Bächlein.

Am Wegrand sehe ich Katzenminze, die lecker minzig duftet.

Zumindest vermute ich, dass es sich um Katzenminze handelt. Bei den Minzen ist es meistens recht schwierig, sie genau zu identifizieren.

Der Wanderweg ins Dreisamtal ist ein Stationenweg, den man eigentlich bergauf bewältigen sollte, um bei jeder Station meditativ zu beten.

Die einzelnen Stationen sind in kleinen Häuschen untergebracht, die geschnitzte Holzbilder der Passion Christi zeigen.

Auf dem Stationenweg gedeiht an einigen Stellen der Aronstab.

Seine roten Beeren-Stände leuchten aus dem Unterholz.

Am Wegrand wächst an einer Stelle auch die Bachbunge.

Dort wo sie wächst, gluckert auch ein winziges Gewässer, was ja eine wichtige Voraussetzung für das Gedeihen der Bachbunge ist.

Den Zwergholunder erkenne ich diesmal als das was er ist.

Über sein Wesen muss ich noch einiges lernen, denn anscheinend ist er relativ häufig in den Bergwäldern, sodass es sich lohnt, ihn besser kennen zu lernen.

Ab und zu ragt auch mal eine Wald-Engelwurz in die Höhe.

Die weisslichen Doldenblüten lassen es sich in der Sonne gutgehen.

Das Wald-Vergissmeinnicht fühlt sich hingegen in Bodennähe wohl.

Es begleitet mich ein Stück weit auf meinem Weg zu Tale, denn ich treffe alle paar Meter auf ein paar Vergissmeinnichts.

An einer Stelle wachsen riesige Pestwurz-Blätter.

Sie sind tischgross und etwa hüfthoch.

Nach einer Weile öffnet sich der Weg und ich sehe eine Hütte, die ziemlich neu wirkt.

Es handelt sich um die Vogelsang-Hütte, die man anscheinend für Grillfeste mieten kann.

In der Nähe der Grillhütte gedeiht die grösste Frau der Welt.

Damit meine ich den japanischen Staudenknöterich, der sich in Europa nur durch Teilung fortpflanzt, das aber ziemlich erfolgreich.

Als ich schliesslich das Dreisamtal erreiche ist es schon fortgeschrittener Spätnachmittag.

Von hier aus muss ich nur noch ein Stück über die Wiese gehen, die Dreisam überqueren und komme ein paar Strassen weiter zu einer Strassenbahn-Haltestelle.

Die Dreisam plätschert fröhlich über die Schwellen, die so typisch für sie sind.

Manche Leute baden sogar in dem frischen Wasser, was mich fast in Versuchung bringt, es ihnen leich zu tun.

Aber schliesslich fahre ich lieber zügig heim, und erfrische mich dann in meinem gewohnten Schwimmbad.

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