Kräuter-Wanderung: Auf den Rosskopf bei Freiburg

  

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Nach etlichen Stufen schiebt sich am oberen Ende der Treppe der Schlossbergturm in den Himmel.

Begleitet wird der Turm durch einige hohe Kiefern.

Ein paar Meter höher und einmal um die Ecke gegangen stehen die Kiefern plötzlich ohne den Turm da.

Was von unten noch wie eine enge Nachbarschaft aussah, entpuppt sich als optische Täuschung.

Schliesslich stehe ich vor dem neuen Schlossbergturm.

"Neu" ist bei diesem Turm allerdings relativ, denn er wurde schon im Jahre 2002 eingeweiht. Für mich ist der Turm jedoch neu, denn ich habe ihn bisher noch nicht kennengelernt.

Die schräg stehenden Baumstämme, die den Turm gleichsam umranken, sehen gigantisch aus. Ich frage mich, wie diese Stämme hier auf den Berg transportiert wurden und wie sie aufgestellt worden sind.

Das Treppenhaus des Turmes ist freistehend, aber die Plattformen ganz oben werden von den Baumstämmen getragen.

Neugierig auf die Aussicht steige ich auf den Schlossbergturm.

Die Aussicht ist herrlich.

In der einen Richtung sehe ich den Rosskopf, zu dem ich anschliessend hingehen will.

Die vier Windkrafträder sind schon von weitem zu sehen, ich kenne sie sogar schon vom Blick über die Rheinebene.

Den Aussichtsturm auf dem Rosskopf sieht man hingegen kaum. Ob es ihn tatsächlich gibt?

Auch nach Freiburg habe ich einen guten Blick.

Ganz in der Nähe des Schlossbergs sieht man das Freiburger Münster und rings um die grosse Kirche den Marktplatz.

Auf diesem kleinen Foto kann man das Münster jedoch kaum vom Rest der Stadt unterscheiden.

Nach einer gründlichen Ausblickrunde steige ich wieder vom Turm herab und gehe erstmal in Richtung hinterer Schlossberg.

Auf meinem Weg zum hinteren Schlossberg bin ich erstmal ganz entsetzt.

Aus einem verwunschenen Märchenwald mit halb verborgenen Mauerresten des alten Schlosses ist ein geschniegeltes, fast schon steriles Gelände geworden, wahrscheinlich um die alten Mauern besser zur Geltung zu bringen.

Vermutlich sieht es jetzt aber eher so aus, wie zu der Zeit als das Schloss genutzt wurde, auch wenn es mir nicht mehr so gut gefällt wie vor zwanzig Jahren.

Beim Marsch durch den sterilen Mauergarten entdecke ich aber doch so einige Pflänzchen, es ist also nicht ganz so schlimm, wie es auf den ersten Blick schien.

Diese schwarze Königskerze ist doch einfach wunderschön.

Und durch die kahlrasierte Wiese kommt sie auch sehr gut zur Geltung.

Auch ein Büschel Hasenklee durfte offenbar weiterwachsen.

Seine wuscheligen Blüten sehen richtig niedlich aus.

In den Mauerritzen wachsen an einigen Stellen Farne.

Hier wieder ein braunstieliger Streifenfarn.

Und hier eine Mauerraute, die ich ja auch schon von einer Kirchenmauer kenne.

Am Fuss der kleinen Mauer macht sich Gundermann breit.

Hinter einem verbreiterten Stück Wiese wird das geschniegelte Gelände durch zwei kleine Anhöhen abgeschlossen, die einen Spalt frei lassen, der wie ein Tor wirkt.

Vielleicht sind hier früher die Burgbewohner von einem Teil des Schlossgeländes in das nächste gelangt.

Dieses Tor kenne ich noch von früher, aber vor lauter Umbauten habe ich ein wenig die Orientierung verloren.

Hinter dem Tor sieht es wild und überwuchert aus, wie ich die Gegend von früher kenne, eigentlich noch deutlich zugewucherter.

Mitten im Brennessel-Dickicht wächst ein mannshoher Wasserdost und lässt sich von der Sonne bescheinen.

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