Kräuter-Wanderung: Auf den Rosskopf bei Freiburg

  

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An einer helleren Stelle blüht der Dost, der als Oregano unsere Pizza würzt.

Hier wird mir bewusst, dass ich auf dem Schlossberg viele Kräuter kennengelernt habe, unter anderem wohl auch den Dost und zwar genau an genau dieser Stelle.

Hier wuchs er nämlich schon vor etwa zwanzig Jahren, genau wie am Kybfelsen, wo ich ihn auch schon von damals in Erinnerung habe.

Der Weg öffnet sich hier zu einem Abgrund.

Nur ein Holzgeländer bewahrt den Wanderer vor dem Absturz in das tiefe Gebüsch.

Von hier aus hat man einen prima Blick über den Teil von Freiburg, der in das Dreisamtal ragt.

Etwas weiter hinten hat man die Wahl zwischen einen flachen Serpentinen-Weg und einer Treppe, die steil nach oben führt.

Ich wähle die alte Treppe, die scheinbar im Unterholz verschwindet.

Auf meinem Weg komme ich an einer knorrigen Eiche vorbei.

Direkt vor der Eiche kann man erkennen, dass der Hauptstamm eigentlich aus drei Eichen besteht.

Sie stehen da zusammen wie drei alte Schwestern, die sich zu einem Schwätzchen getroffen und dabei festgequatscht haben.

So stehen sie nun wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten.

Wenn man will, kann man sich zu ihnen gesellen und ein wenig an ihrem Treffen teilhaben.

Aus dem Stamm der Eiche wachsen ein paar einzelne Zweiglein mit Blättern, durch die die Sonne scheint.

Eine weitere Treppe führt mich wieder steil nach oben.

Das Wechselspiel von Licht und Schatten ist hier wirklich sinnverwirrend.

Zwischendrin geht es auch hin und wieder ohne Stufen steil bergan, sodass ich mich an den Zweigen der umstehenden Bäume festhalten muss.

Der Serpentinenweg wäre wohl bequemer gewesen.

Unterwegs sehe ich eine Stechpalme mit ihren stacheligen und wie lackiert aussehenden Blättern.

Später komme ich an einer blühenden Klette vorbei.

Schliesslich erreiche ich den grossen Spazierweg.

Anstatt in Richtung Rosskopf wende ich mich ein Stück stadteinwärts, denn dort will ich noch etwas kennenlernen, was ich bisher neu ist.

Von meiner Vergangenheit springe ich jetzt also vorübergehend in das Neue und unbekannte.

Auf dem Weg dorthin komme ich zum kleinen Kanonenplatz, von dem aus man einen recht guten Blick über Teile der Stadt hat.

Das Neue, das mich so reizt, befindet sich am oberen Ende einer Treppe, der man schon am glänzenden Geländer ansieht, wie neu sie ist.

Diese Treppe wurde von zahlreichen Freiburger Bürgern gestiftet.

Im Verlauf der Treppe sehe ich eine blühende Distel.

Eine Biene nascht von den Pollen der Distelblüte.

An ihrer Seite kann man den dicken Pollen-Knubbel sehen, den sie schon eingesammelt hat.

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