Kräuter-Radtour: Fahrt zur Petite Camargue Alsacienne

  

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Am Kanalufer sehe ich eine Gruppe Rossminze.

Diese schön blühende Minzeart riecht vordergründig etwas merkwürdig, fast ein wenig nach Katzenurin, aber wenn man nochmal hinriecht, entdeckt man auch das typische Minzearoma.

Etwas weiter entlang des Kanals wächst Hauchechel.

Direkt daneben blüht auch die Bunte Kronwicke (rechts).

Auf dem Bild sieht man deutlich, wie ähnlich sich die Blüten sehen.

Daran kann man die Familienverwandtschaft sehr gut erkennen.

Hier wächst auch die Resede.

Und dann bin ich endlich in der Petite Camargue.

Der Anfang dieses Naturschutzgebietes ist ziemlich unspektakulär. Es gibt hier kein grosses Begrüssungsschild mit Infos oder sonst irgendein deutliches Zeichen, dass ich am Ziel angekommen bin. Bei genauem Hinsehen entdecke ich jedoch immerhin ein kleines grünes Schild, das mir versichert, hier richtig zu sein.

Zwischen einigen Feldern liegt breites Brachland, auf dem alle möglichen Wildpflanzen wachsen.

Im Hintergrund wachsen Büsche und niedrige Bäume.

Die Bergkette noch weiter hinten halte ich für das Schweizer Juragebirge, denn dort ist weder Schwarzwald noch Vogesen.

An einem frisch abgemähten Kornfeld steht eine stolze Karde.

Etwas weiter hinten sehe ich dann noch viel mehr Karden, die aber in einer dichten Gruppe und nicht so stolz einzeln stehen.

Nach einer holprigen Wiesenstrecke und einem Kiesweg erreiche ich schliesslich eine Häusergruppe, die das Informationszentrum der Petite Camargue darstellen.

In einem der hübschen Häuser findet man eine ständige Ausstellung mit Informationstafeln und kleinen Broschüren. In einem anderen finde ich eine öffentliche Toilette, was mich sehr freut und erleichtert.

Zwischen den Häusern stehen Tische und Bänke, wo ich mir eine genüssliche Mittagspause gönne.

Wohl gestärkt es weiter.

Am Wegrand stehen einige sehr schöne Wegwarten.

An einem Graben sehe ich eine Reihe mit Rohrkolben.

Dieser Graben zeigt deutlich, wie feucht die Gegend ist.

Dann geht es einen Weg mit niedrigem Baumbewuchs und Büschen entlang.

Die Pflanzen, die hier wachsen, finde ich nicht so besonders, aber durch meine zahlreichen Touren bin ich natürlich auch verwöhnt.

Die Natur ist hier durchaus sehr urig, ganz anders als die gleichförmigen Maisfelder, die die elsässische Rheinebene sonst prägen.

Woanders ist Schilf die beherrschende Pflanzenart.

Dahinter kann man trübe Gewässer erahnen.

Mir dämmert, dass früher wohl ein Grossteil der Rheinebene so ähnlich gewesen sein muss: Viele Feuchtgebiete mit Tümpeln und Sümpfen, an anderer Stelle undurchdringliche Wäldchen und hier und da wilde Buschwiesen.

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