Kräuter-Radtour: Zum Nimberg

  

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In der Kirchenmauer wächst an vielen Stellen die Mauerraute.

Die habe ich zwar schon öfter gesehen, aber bisher war sie mir nicht bekannt.

Der Name passt gut, denn die Blätter haben eine ganz ähnliche Form wie die Blätter der Weinraute.

Aber beide sind nicht verwandt; die Mauerraute ist nämlich eine Art Farn.

Hinter der Kirche steht eine riesige Karde, die schon in der Blüte steht.

Die Kardenblüte finde ich immer sehr lustig, wie sie allmählich über die Stachelkugel wandert.

Das erinnert auch an die Wanderröte, die ein typisches Zeichen für die Borreliose ist, die man ja mit der Kardenwurzel behandeln kann.

Wir kommen an einer Wiese vorbei, die über und über mit Mädesüss bewachsen ist.

In feuchten Ecken gibt es zwar sehr häufig Mädesüss, aber soviele auf einmal habe ich noch nie gesehen.

Am Ufer eines Baches blüht eine Braunwurz.

Ich frage mich, welche Braunwurz-Art das wohl sein mag.

Mein Tipp wäre, dass es entweder eine Wasser-Braunwurz oder eine Flügel-Braunwurz ist, denn beide Arten haben flügelartige Auswüchse entlang der Stengel.

Völlig überraschend kommen wir an einem superbunten Stück Feld vorbei.

Hier drängen sich ganz vielfältige und bunte Pflanzen dicht an dicht.

Ein Schild erklärt uns, worum es sich hierbei handelt. Es ist ein Schaugarten, der verschiedene Nutzpflanzen zeigt, die von bunten Blütenpflanzen umgeben sind.

Ein einzelner Rentner hat diesen Garten in seiner Freizeit aufgebaut. Wir haben das Glück, ihn kennenzulernen und seinem Bericht von seiner Arbeit zu lauschen.

Eine der Nutzpflanzen ist der Amarant.

Die grüne Variante der Nutzpflanze Amarant habe ich bisher noch nicht gesehen. Ich vermute, dass diese Art helle Samen hat, die man gut als Nahrung verwenden kann.

Aus unserem Garten kenne ich bisher nur roten Amaranth mit schwarzen Samen und den wilden Fuchsschwanz, von denen man immerhin die Blätter essen kann.

In dem Schaugarten wächst auch Hirse.

Im Rahmen des Klimawandels sehe ich für die Hirse ja eine grosse Zukunft, denn sie soll sehr robust sein und auch mit Trockenheit gut klarkommen.

Zu den seltenen getreide-ähnlichen Pflanzen gehört hier auch der Buchweizen.

Der Buchweizen ist ja eine Knöterich-Art und somit eigentlich überhaupt kein Getreide.

Aber seine Samen kann man ähnlich wie Getreide verwenden.

Auch die Blätter des Buchweizens sind sehr nützlich, denn sie helfen gegen Krampfadern.

Hier wächst auch echter Mohn, den man heutzutage ja nur sehr selten zu sehen bekommt.

Der Gärtner hat eine extra Genehmigung bekommen, diese spezielle wirkstoffarme Mohnsorte anzubauen.

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