Kräuter-Radtour: Zum Nimberg

  

Seite 2


< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 Weiter > >

Auf dem Weg finden wir auch Felsennelken.

Sie haben sehr kleine Blüten, die bei näherer Betrachtung aber sehr hübsch aussehen.

Richtig schöne Nelken, aber im Bonsai-Format.

Der Dreisam folgen wir ein gutes Stück Weg, mal auf dem Damm, mal unterhalb auf der Landseite, je nachdem wo man besser fahren kann.

Sie sieht fast aus wie ein Kanal, weil sie durchgehend in ein gerades Bett gezwängt wurde und auf beiden Seiten von Dämmen begrenzt wird.

Ob sie früher wohl immer wieder ausgebrochen ist und die ganze Umgebung in eine matschige Sumpflandschaft verwandelt hat?

Die feuchten Wiesen in ihrer Nähe deuten darauf hin.

Obwohl die Dreisam so gezähmt ist, geniessen Pflanzen und Tiere ihre Nähe.

Der Odermennig ist hier reichlich vertreten.

Leicht zerzaust streckt er seine gelben Blütenstände aus dem Gras.

Die Früchte des Odermennigs sehen richtig drollig aus.

Sie wirken auf mich wie Kletten, die aus kleinen Glocken wachsen.

Wenn man Pech hat, dann bleiben diese Früchte in den Socken hängen, und nutzen den Menschen als Transportmittel, um sich zu verbreiten. Das Fell von Tieren erfüllt natürlich den gleichen Zweck.

Von weitem könnte man die schwarze Königskerze oder auch manche kleine Königskerze fast mit dem Odermennig verwechseln, aber nur wenn die Königskerzen etwas verkümmert sind.

Normalerweise sehen die Königskerzen deutlich dicker und üppiger aus als der Odermennig.

Sie gehören sogar unterschiedlichen Pflanzenfamilien an: Die Königskerzen sind Braunwurzgewächse und der Odermennig ist ein Rosengewächs und dadurch mit den Fingerkräutern verwandt.

Den Natternkopf sieht man hier auch überall.

Er bildet einen schönen Farbkontrast zu den anderen Pflanzen, die hier wachsen.

Das zarte Eisenkraut mit seinen winzigen und luftigen Blüten rundet die Pflanzenvielfalt wunderbar ab.

An manchen Stellen harmonisieren die Pflanzen so miteinander, dass man fast meinen könnte, sie wären absichtlich so gepflanzt worden.

Diese Schönheit haben wir aber mit Sicherheit nicht Menschenhand sondern Mutter Natur zu verdanken.

Auf einer Wiese unterhalb des Dreisam-Dammes blühen Zaunwinden, die sich durchs feuchte Gras winden.

Der Nimberg scheint immer näher zu rücken.

Inzwischen kann man auch eine Bergkirche erkennen, die in der Nähe des Nordrandes mitten auf dem Berg steht.

< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 Weiter > >