Kräuter-Radtour: Nach Colmar zum Vogesen-Rand

  

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Ein Dorf folgt auf das nächste.

Obwohl es auf der Karte alles sehr einfach aussieht, verfranse ich mich in jedem Ort und muss ein wenig hin und her fahren, bis ich den richtigen Weg zum nächsten Dorf finde.

Das bin ich von mir gar nicht gewöhnt, denn meistens finde ich Wege ziemlich gut.

Ich habe den Verdacht, dass die Einwohner dieser Dörfer den Weg zum Nachbardorf für so selbstverständlich halten, dass sie auf Schilder verzichten.

Durch meine Irrfahrten in diesem Dorf komme ich aber in den Genuss, ein Storchennest zu sehen.

Auf dem Storchennest ist richtig was los.

Ein grosser Storch schlägt immer mal wieder heftig mit den Flügeln. Ob er für Kühlung sorgen will?

Und sind die anderen Störche die heranwachsenden Kinder oder sind es andere erwachsene Störche?

Auf dem Weg zum nächsten Dorf habe ich eine ziemlich gute Aussicht auf eine Burg.

Auf den Berggipfeln reiht sich eine Burg an die andere.

Mit der guten Aussicht über das Rheintal hat es den hohen Herren hier früher wohl gut gefallen.

Ob ich es wohl eines Tages schaffen werde, so eine Burg mit dem Fahrrad zu erreichen? Oder vielleicht zu Fuss, wenn ich unten am Berg parke?

Noch mehrere Dörfer sind Zwischenetappen auf meiner Fahrt.

Sie sind zwar nicht so pitoresk wie die berühmten Orte Riquewihr oder Kaiserberg, aber immerhin sieht man etliche Fachwerkhäuser und verwinkelte Strässchen.

Auf einer Wiese sehe ich Färberwaid mit seinen schwarzen Schötchen.

Aus diesen schwarzen Dingern hat man früher die Farbe gewonnen, um Stoffe blau einzufärben.

Der Heimweg führt mich durch viele, viele Maisfelder.

Das Fahrrad scheint mir so arg schwergängig und es rollt so schlecht. Das liegt bestimmt daran, dass es so stabil ist; genau wie ich es mir gewünscht habe.

Wahrscheinlich sind mir die Beine aber auch deshalb so schwer, weil ich gestern schon unterwegs war. Zwei Touren hintereinander bin ich einfach nicht gewohnt.

Am Wegrand sehe ich viel Strandkamille.

Schade, dass sie nicht duftet, sonst würde es unterwegs schön würzig riechen.

Aber es liegt halt in der Natur einer geruchlosen Kamille, dass sie nicht riecht.

Auf dem Rest des Heimwegs konzentriere ich mich mehr auf den Weg als auf die bewachsenen Wegränder.

Schliesslich komme ich aber doch recht gut heim, meine Beine haben ziemlich gut durchgehalten.

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