Kräuter-Radtour: Nach Colmar zum Vogesen-Rand

  

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Nachdem ich geraume Zeit geradelt bin, erreiche ich die Randbezirke von Colmar.

Hier muss ich leider auf einer Autostrasse weiterfahren, aber immerhin gibt es einen Radweg, der entspanntes Fahren möglich macht.

Eine Brücke führt über einen kleinen Fluss, der kräftig gurgelnd durch sein Bachbett rauscht.

Ob er durch den vielen Regen ein wenig Hochwasser führt?

Am Ufer blüht der Blutweiderich.

Er ist jedoch so weit weg, dass ich ihn nur unscharf knipsen kann.

Über dem Bach wächst auch eine Silberweide, deren helle Blätter sich deutlich vom Laub der anderen Bäume unterscheidet.

Nachdem ich eine ganze Weile in Richtung "Centre Ville" und schliesslich nach "Vielle Ville" (Altstadt) gefahren bin, komme ich zu den ersten malerischen Gebäuden der vielgepriesenen Innenstadt von Colmar.

Ich bin ein wenig verwirrt und weiss gar nicht so recht, wo ich eigentlich hin will und muss.

Schliesslich erreiche ich die Fussgängerzone.

Hier gibt es nicht nur hübsche alte Häuser, sondern auch recht viele Menschen, die umherwuseln.

Ich glaube, ich bin inzwischen ein ziemliches Landei, obwohl ich viele Jahre lang in der Stadt gelebt habe. Aber jetzt fühle ich mich in dem Menschengewimmel sehr fremd.

Nach einer Weile finde ich jedoch einen Springbrunnen, an dem ich mich niederlassen und eine Pause machen kann.

Allmählich kommt auch die Freude, dass ich Colmar erfolgreich mit dem Fahrrad erreicht habe.

Auf meinem Weg durch die Stadt komme ich am Unterlinden-Museum vorbei.

Hier steht der weltberühmte Isenheimer Altar von Matthias Grünewald.

Den sieht man natürlich nur, wenn man in das Museum hineingeht. Da ich noch viel zu radeln habe, hebe ich mir dieses Vergnügen für ein anderes Mal auf.

Glücklicherweise ist der Weg stadtauswärts leicht zu finden und überall gibt es Radwege.

Als ich das Innenstadtgewühl hinter mir lasse, bin ich ganz erleichtert.

Colmar ist in der Altstadt zwar ziemlich hübsch und Klein-Venedig habe ich nicht einmal gefunden, aber für einen Tag reicht mir das Stadterlebnis.

Direkt hinter Colmar komme ich nahtlos in das nächste Dorf und als ich das auch noch durchquert habe, erreiche ich schliesslich die Weinberge.

Soviel anders als am Kaiserstuhl und am Schwarzwald-Rand sind die Weinberge hier eigentlich nicht.

Die Hügel sehen sehr sanft und freundlich aus, aber ich bin ziemlich froh, dass ich da nicht rauf muss. Das neue Fahrrad ist zwar gut am Berg, aber insgesamt muss man strampeln wie besessen und ich bin schon ziemlich erschöpft.

An den Weinreben hängen schon junge Trauben.

Sie brauchen natürlich noch Monate bis sie reif sind.

Rund um die Weinreben wachsen hier erstaunlich wenig Kräuter, zumindest im Vergleich zum dem, was ich vom Kaiserstuhl gewohnt bin.

Vielleicht sehe ich sie auch einfach nicht, weil ich mit dem Vorwärtskommen zu kämpfen habe.

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