Kräuter-Radtour: Samengarten in Eichstetten

  

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In einem anderen Beet steht eine Strohblume mitten unter den Ringelblumen.

Da diese Strohblume kein eigenes Schild hat, bin ich zunächst unsicher, wie diese Pflanze in echt heisst, denn ich bezweifel, dass der richtige Pflanzenname "Strohblume" lautet.

Doch zu meiner grossen Überraschung erfahre ich, dass es sich tatsächlich um eine "Strohblume" handelt und zwar um eine Variante aus Australien.

Sie gehört zur gleichen Pflanzengattung wie das gelb- und klein-blühende Currykraut, das auch italienische Strohblume genannt wird. Diese Verwandtschaft überrascht mich sehr, passt aber eigentlich ganz gut, weil der strohige Charakter beiden Pflanzen, und noch vielen anderen, gemeinsam ist.

In einem der Beete wachsen auch Rockenbollen, die Knoblauchpflanzen mit den lustigen Brutzwiebeln.

Ich freue mich, diesen alten Bekannten mal wieder zu sehen, denn aus unserem Garten ist die Rockenbolle inzwischen leider verschwunden.

Das Süsskraut Stevia gedeiht hier im Samengarten ganz prächtig.

Es ist so hochgewachsen wie eine grosse Minze und seine Blätter sehen auch ganz ähnlich aus.

Zu der Führung durch den Samengarten kommen eine Menge Menschen zusammen. Dabei ist es an diesem Tag schon die zweite Führung und die erste war wohl auch sehr gut besucht.

Daran kann man auch gut sehen, dass sich viele Menschen für den naturnahen Anbau von Gemüsepflanzen interessieren.

Auch die eigene Samenkultur scheint für viele Hobbygärtner von Interesse zu sein.

Kann ich sehr gut nachvollziehen, denn auch wir vermehren unser Saatgut gerne selber, wenn uns die Gemüse sehr munden.

Bei der Führung wird nicht nur erzählt und gezeigt, sondern wir Zuhörer sind auch zum Mitmachen aufgefordert.

Hier sieht man, wie im Radieschen-Beet eine negative Massenauswahl (oder so ähnlich) getroffen wird. Das heisst, die Radieschen, die nicht ganz optimal sind, werden für die Küche geerntet und die Prachtexemplare dürfen stehenbleiben.

Die Radieschen aus dem Beet, unter anderem gelbliche, die an Kartoffeln erinnern, schmecken übrigens enorm lecker. Wir dürfen sie nämlich probieren.

Bei einer anderen Mitmach-Zuchtauswahl lernen wir auch den Spargelsalat kennen.

Das ist eine Salatsorte, die nicht nur schiessen darf, sondern sogar soll.

Ihre Stengel schmecken nämlich besonders lecker. Wenn sie jung sind, kann man sie roh essen, die grösseren kocht man wie Spargel. Und die jungen Blätter kann man im Salat essen.

Obendrein ist der Spargelsalat besonders heilwirksam, noch wirksamer als andere Salat-Arten. Er beruhigt und entkrampft.

In einer Ecke gedeiht hier auch das heilige Basilikum.

Es ist verwandt mit dem normalen Basilikum und stammt aus Asien.

In Indien gilt das heiliges Basilikum als heilig, wie der Name schon sagt. Dort wird es häufig zu religiösen Zeremonien verwendet.

Voller interessanter Eindrücke machen wir uns auf den Heimweg, mit dem Vorsatz einige dieser Inspirationen im eigenen Garten umzusetzen.

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