Kräuter-Wanderung: Tag der Artenvielfalt

  

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Die meisten Besucher brechen um 12 Uhr zu den verschiedensten Exkursionen auf.

Mich zieht es jetzt aber zu einer Tour durch das Vauban-Viertel, denn ich finde, wenn man hier schon mal ist, sollte man sich diese Besonderheit auch mal anschauen.

Die Häuser sind fast alle in Passivbauweise errichtet, um Energie zu sparen.

Zwischen den Häusern sind viele Grünflächen mit Spielplätzen.

Kein Wunder, dass hier besonders viele Kinder leben.

Beim Eingang zum Vaubanviertel (ich komme ursprünglich von hinten und bin bis nach vorne durchgefahren) ist das SUSI-Projekt.

Soweit ich das verstanden habe, wurden hier die alten Gebäude der ehemaligen französischen Kaserne zum Wohnen umgebaut.

Die SUSI-Leute wohnen hier irgendwie selbstverwaltet und haben auch ein eigenes Café an der Ecke ihres Hauptgebäudes.

Auf der anderen Seite einer Strasse steht das sogenannte Sonnenschiff.

Eigentlich gehört es strenggenommen nicht mehr zum Vauban-Gelände, ist aber mindestens so interessant und liegt auch direkt neben dem Vauban-Viertel.

Das Sonnenschiff erinnert ein klein wenig an ein Schiff und hat oben auf dem Dach Solarzellen.

Hier findet man auch einige Geschäfte.

Hinter dem Sonnenschiff steht das Solarviertel, das durch das Sonnenschiff vom Verkehrslärm der Strasse abgeschirmt wird.

Die Häuser der Solarsiedlung sind Plusenergie-Häuser, die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen.

Dass so eine Siedlung ein geradezu legendäres Musterprojekt ist, versteht sich natürlich fast von selbst.

Zurück im eigentlichen Vaubanviertel komme ich am Marktplatz vorbei, wo sich auch ein Restaurant befindet.

Auf dem Dach des Hauses sieht man natürlich Solarzellen, wie fast überall in diesem Stadtviertel.

Jetzt am Sonntag-Nachmittag ist hier alles sehr ruhig und friedlich.

Nur ein paar Kinder sind unterwegs und streunen genüsslich auf den kinderfreundlichen Wegen.

Auf dem Rückweg zum Tag der Artenvielfalt komme ich noch mal an all den unterschiedlichen Häusern und Gärten vorbei.

Von der anderen Seite sieht alles noch mal etwas anders aus.

Dass die Häuser so verschieden sind, gefällt mir sehr gut, denn dadurch wirkt der Stadtteil nicht so wie schnell aus dem Boden gestampft.

Die Architektur der eigentlich Häuser finde ich zwar etwas ungemütlich, aber ansonsten gefällt mir das Vauban-Viertel ganz hervorragend.

Doch dann spielen die Pflanzen schliesslich wieder die Hauptrolle.

Hier sieht man das Traubenkropf-Leimkraut mit seinen wie aufgeblasen wirkenden Blüten.

Auf wissenschaftlich heisst die Pflanzengattung übrigens "Silene", was viel romantischer klingt als der deutsche Name. Aber Silene gilt unter anderem auch für die rote und weisse Lichtnelken und für die Kuckucks-Lichtnelke.

Da die Exkursionsteilnehmer noch unterwegs sind, nutze ich die ruhige Zeit für einen kleinen Gang entlang des Baches.

Ich finde die Waldrebe, die sich an einem Strauch emporrankt.

Der Strauch ist ein weisser Hartriegel mit weissen Beeren.

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