Kräuter-Wanderung: Wanderung im Schwarzwald-Moor

  

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Der Wald lichtet sich hier und gleicht eher einer baumbestandenen Wiese.

Etwas verkrüppelte Fichten und Birken stehen hier.

Das hohe Gras ist ungeheuer saftig, was bei der vielen Feuchtigkeit natürlich kein Wunder ist.

Im Gras sehe ich einen Wachtelweizen mit seinen kleinen gelben Blüten.

Die Blätter sehen aus als wollte die Pflanze gleich losfliegen.

Auf der anderen Seite des Steges ragen zahlreiche kahle Bäume in die Höhe.

Bei Nebel sieht es hier bestimmt schön schaurig aus.

Ein Schmetterling sitzt ruhig auf einer Blüte und lässt mir genügend Zeit, um ihn zu fotografieren.

Ich vermute, dass es sich um einen Magerrasen-Perlmuttfalter handelt, zumindest sieht er so ähnlich aus.

Überall blüht hier das rote Sumpfblutauge.

Ich finde, es passt sehr gut in diese Moorumgebung.

Das Sumpfblutauge sieht so exotisch aus, dass man kaum glauben mag, dass es ein Verwandter der gelben Fingerkräuter und der Blutwurz ist.

Auch die grossen Blätter vom Fieberklee entdecke ich wieder.

Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass ich ihn in seiner Blütezeit erwische.

Doch weit und breit ist keine Fieberklee-Blüte zu sehen.

Aber dann finde ich doch ein paar Fieberklee-Blüten.

Lustig sehen sie aus mit ihren Fransen.

Um brauchbare Bilder machen zu können, lege ich mich fast auf den Steg und strecke meinen Arm weit aufs Moor.

Wie gut, dass meine Kamera ein Bändel hat, das ich mir ums Handgelenk geschlungen habe. Sonst hätte ich wohl Angst, dass sie mir ins Moor fällt.

Hinter dem Moorsteg blitzt ein Knabenkraut aus dem hohen Gras.

Welche Art es ist, habe ich bisher noch nicht herausgefunden.

Aber es sieht sehr hübsch aus und ist eine für mich ganz neue Orchideen-Art.

Überall wächst hier das Wollgras.

Es sieht aus als hingen kleine Baumwollbüschel an seinen Spitzen.

Ob man daraus wohl Fäden spinnen könnte, wenn man genug davon hätte?

Schliesslich öffnet sich die Landschaft und sieht aus wie eine ganz normale Bergwiese.

Aber sie ist extrem feucht und moorig.

Hier stehen massenhaft Orchideen.

Doch leider wachsen sie so weit weg vom Weg, dass ich sie fast nur als Farbtupfer sehen kann.

Jetzt wünschte ich, ich hätte eine Kamera mit einem stärkeren Zoom, um näher an die Orchideen heranzoomen zu können. So bleibt mir nur mein mieser Digitalzoom und das Bild ist nur in dieser Verkleinerung erträglich.

Die Pflanzenart kann man so bestimmt nicht erkennen.

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