Kräuter-Wanderung: Frühling am Limberg

  

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Hier befinde ich mich im legendären Flaumeichen-Wald.

Glücklicherweise treiben die flaumigen Eichenblätter schon aus, sodass ich sie fotografieren kann. Allerdings sind die Blätter noch sehr jung und klein, sie sind also nicht typisch für ausgewachsene Blätter der Flaumeichen.

Eigentlich sind Flaumeichen mediterrane Pflanzen und sie sind sehr wärmeliebend.

In den kalten Jahrhunderten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit sind Flaumeichen in Deutschland fast ausgestorben. Nur hier auf dem Limberg und auf dem Büchsenberg bei Achkarren gibt es noch Restbestände.

Sie wurden hier früher als Niederwald kultiviert.

Unter dem Bereich mit den Flaumeichen ist der Wald hier wieder voller junger Hochstämme und dank Frühjahr noch ziemlich licht.

Soweit ich mich an letzten Sommer erinnere wird es hier später im Jahr naturgemäss deutlich dunkler.

Schon wieder komme ich zu einem Steinbruch.

Die Wand und die Steine sehen hier schon wieder deutlich anders aus als an den anderen Stellen.

Für Geologen ist dieser Limberg bestimmt ein Paradies.

Etwas weiter hinten gibt es mehrere Stellen mit wild wachsendem Hopfen.

Anscheinend mag der Hopfen Stellen, wo auch Wein wächst, denn ich habe ihn schon auf mehreren Weinbergen entdeckt.

An einem Hang wächst auch wieder die Nieswurz.

Hier steht ein besonders prachtvolles Exemplar.

Und noch ein Steinbruch.

Dieser hier hat rötliches Gestein.

Der Weg führt jetzt zurück ins Tal.

Vor mir liegt der Lützelberg; ich könnte ihn theoretisch noch besteigen.

Aber es ist schon 18 Uhr und ich habe noch einen weiten Weg vor mir.

Ein Obstbaum steht in voller Blüte.

Es sieht immer wieder herrlich aus, wie lieblich diese Bäume blühen.

Ein Blick zurück auf den Limberg und seine Steinbrüche.

Der Limberg ist wirklich eine vielseitige Schatztruhe voller botanischer, geologischer und archäologischer Kostbarkeiten.

Der weitere Weg führt mich jetzt durch den Rheinaue-Wald bis zurück zu meinem Fahrrad.

In der Wiese wachsen gefleckte Taubnesseln.

Eine einzeln stehe fotografiere ich.

Ist sie nicht wunderschön?

Und dann bin ich doch ziemlich erstaunt:

Denn hier blüht doch tatsächlich schon der Klatschmohn.

Das ist doch eine Blume des Hochsommers!

Das Klima scheint wirklich ziemlich durcheinander zu sein; zumindest erleben wir hier nach einem sehr milden Winter einen extrem heissen Frühling.

Die Blüten des Scharbockskrautes passen schon eher ins Frühlings-Bild.

So haben wir Frühling und Hochsommer zusammen.

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