Kräuter-Wanderung: Frühling am Limberg

  

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In dem Steinbruch sah ich noch etliche andere sehr interessante Steine.

Viele dieser Steine haben lauter weisse Punkte in ihrer dunkelrot-schwarzen Grundmasse.

Die damaligen Vulkanausbrüche müssen ziemlich interessant gewesen sein.

Hinter dem Steinbruch komme ich durch einen ehemaligen Niederwald.

Hier wurden die schnellwachsenden Bäume früher schon in jungen Jahren abgeschnitten, weil man auf diese Weise insgesamt besonders viel Holz zum Heizen gewonnen hat.

Inzwischen dürfen die Bäume aber ungestört hochwachsen, weil hier ein Naturschutzgebiet ist.

Hier in dem lichten Wald stehen massenhaft stinkende Nieswurze.

Einige davon blühen sogar noch ganz zart und man kann die schotenartigen Früchte noch nicht sehen.

Die Pflanzen stinken übrigens nicht, zumindest rieche ich keinen Gestank. Dass es stinkende Nieswurze sind, weiss ich aus einem Bestimmungsbuch.

Auch ein paar Lungenkraut-Pflanzen stehen am Wegesrand.

Im Gegensatz zu den exotischeren Pflanzen hier, sind sie hier aber eher selten und kommen nur an einer Stelle vor.

Mittelhohe Büsche wachsen im lichtdurchfluteten Wald und zeigen viele gelbe Blüten.

Zuerst dachte ich ja, es sei eine Ginsterart, aber in dem Buch über den Limberg steht, es diese Sträucher "Strauchwicken" sind.

Sie sind typische Pflanzen in trockenen Wäldern mit viel Licht.

Hin und wieder sieht man auch Baumblüten, die an Kirschbäume erinnern.

Vielleicht sind es ja wilde Kirschen, vielleicht aber auch eine andere Art mit leckeren Früchten.

Leider kann ich die Baumarten noch nicht anhand ihrer Blüten erkennen. Da habe ich noch viel zu lernen.

Je weiter ich komme, desto mehr Veilchen treffe ich an.

Die Veilchen sind heller als die Veilchen in unserem Garten. Und sie sind deutlich später dran, denn im Garten ist die Veilchenblüte schon vorbei.

Wie freundlich sie aus dem Unterholz des Waldes blinzeln.

Mein Herz schlägt hoch vor lauter Freude über diesen Frühlingswald.

Auch Maiglöckchen-Blätter sehe ich immer mehr. Die Blüten lassen jedoch noch auf sich warten, schliesslich ist ja auch noch kein Mai.

Hier auf diesem Bild sieht man links zwei zusammenstehende Maiglöckchen-Blätter und direkt rechts dahinter ein einzelnes Bärlauch-Blatt.

So dicht können Maiglöckchen und Bärlauch zusammenstehen.

Selbst wenn hier kein Naturschutzgebiet wäre, würde sogar ich hier auf die Bärlauchernte verzichten. Denn auch wenn man den Bärlauch sehr gut kennt, kann einem im Eifer des Gefechts doch schnell eine Verwechslung passieren, so ähnlich wie die Blätter aussehen.

Dort wo die vielen Maiglöckchen und Bärlauche wachsen, stehen auch etliche Pflanzen, die ich für Einbeeren halte.

Allerdings bin ich voller Zweifel, denn Einbeeren haben zwar manchmal nicht nur die typischen vier, sondern fünf oder sechs Blätter, die im Quirl stehen, aber diese hier haben noch viel mehr Blätter. Alle Einbeeren-artige Pflanzen hier in der Ecke haben so viele Blätter.

Ob das wirklich Einbeeren sind?

Mir ist keine andere Art bekannt, die den Einbeeren so nahe verwandt ist.

Dann entdecke ich das mehrjährige Bingelkraut.

Diese Pflanze sieht ja nun eigentlich sehr harmlos und langweilig aus.

Aber ich habe jetzt schon eine ganze Weile danach Ausschau gehalten, denn im Garten wuchert zwar die einjährige Verwandte, aber das mehrjährige Bingelkraut fehlt mir noch in meiner Bildersammlung.

Die anthroposophische Medizin verwendet gerne das mehrjährige Bingelkraut. Es wird von ihnen meist Mercurialis perennis genannt und als Salbe gegen Hautkrankheiten verwendet.

Hier sieht man eine Linde mit Stockaustrieb.

Die Linde wurde vor Jahren komplett abgeschnitten.

Aus der Schnittstelle sind dann mehrere neue Triebe gewachsen.

Nach diesem Prinzip wurde früher der Niederwald kultiviert.

Natürlich darf in so einem üppigen Frühlingswald auch die Anemone nicht fehlen.

Sie wächst hier nicht ganz so oft wie an anderen Stellen, aber immerhin lässt sie sich hier und da blicken.

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