Kräuter-Radtour: Blütenpracht im Winter

  

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Leuchtend rot ruft mich der Klatschmohn ein Stück den Hang hinauf.

Dass sogar der Klatschmohn die Wärme nutzt um zu blühen, erstaunt mich ziemlich.

Denn der Klatschmohn ist ja sonst eher eine Blume des Hochsommers, weniger des Frühlings oder Herbstes.

In der Nähe blüht die wilde Möhre.

An den Blättern eines Obstbaums sieht man deutlich, dass es Herbst ist und weder Frühling noch Sommer.

Zwischen den abgeernteten Weinreben blüht der rosarote Reiherschnabel.

Das Bingelkraut blüht unscheinbarer, denn seine Blüten sind grün.

Auch Habichtskraut hat seine gelben Blüten entfaltet.

Am Wiesensalbei labt sich eine Hummel, die schon ganz dicke rote Beine hat vor lauter Pollenbeute.

An einer Weinterassen-Böschung steht eine blühende kleine Palme.

Wo es so üppig blüht, darf natürlich auch die Gänsedistel nicht fehlen.

Viele Gänsedisteln stehen an den Pfählen der Weingestelle.

Ob sie die Tatsache ausnutzen, dass an diesen Pfählen nicht maschinell gejätet und gemäht werden kann?

Schliesslich erreiche ich das Mandelbäumchen.

Einige Früchte hängen noch dran.

Aber von Blüten keine Spur.

An den Zweigen sehe ich geschwollene Knopsen.

Wenn es weiterhin so warm bleibt, dann wird das vielleicht noch was mit den Mandelblüten, aber heute ist davon noch nichts zu sehen. Das enttäuscht mich doch ein wenig, denn ich hatte mich schon auf die Mandelblüten gefreut.

Aber wo sind sie nun, die Mandelblüten?

Im Fernsehen wurde ausdrücklich aus Oberrotweil berichtet?

Wo gibt es noch mehr Mandelbäume und wo blühen sie?

Ich beschliesse, beim Vorbeiradeln an den Obstplantagen genau darauf zu achten, ob ich Mandelbäume und Baumblüten sehe.

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