Kräuter-Wanderung: Weinwanderung in Achkarren

  

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In der Böschung des Weinbergs tut sich ein Spalt auf, wie an mehreren Stellen des Schlossbergs.

Eine Treppe führt ab Hüfthöhe zur nächsten Terrasse, was schon mal merkwürdig ist, weil man erst auf die unterste Stufe klettern müsste, um die Treppe nutzen zu können.

Beim Blick bergauf bleibt mir aber fast das Herz stehen, denn dort grinst ein Männle ganz frech und etwas unheimlich aus dem schmalen Aufstieg.

Beim näheren Hinschauen entpuppt sich die Figur als eine Art künstlerische Vogelscheuche mit Sense in der Hand und Sichel am Gürtel.

Wenn dieses Männle einen schon am hellichten Tag so erschreckend wirkt, frage ich mich, wie man es bei einem lauschigen Nachtspaziergang erleben mag.

Am unteren Ende des Weinbergs ist ein Lösskeller in den Löss getrieben.

Dieser hier scheint noch so genutzt zu werden wie früher, denn er ist mit einem kleinen Holz-Tor verschlossen.

Schon früher bewahrten die Winzer ihre Werkzeuge in Höhlen auf, die sie in den Löss gegraben hatten. Da sieht man mal, wie dicht wir Menschen noch an den Höhlenbewohnern von einst sind.

Neben der Höhle am Berghang wachsen einige Sonnenblumen, die ihre kräftigen Blüten der Sonne entgegen recken.

Schon fast wieder im Dorf sehe ich die Nobelversion eines Höhlenkellers.

Dieser Höhlenkeller wurde offenbar in das Gestein vorgetrieben und er sieht noch ziemlich benutzt aus, mit einem gepflasterten Gang, der in geheimnissvolle Tiefen führt.

Im vorderen Bereich sieht man urige Tische und Bänke und winzerische Geräte, die dort wie ausgestellt wirken.

Ein verziertes gusseisernes Tor schützt den Höhlenkeller vor Neugierigen.

Zum Abschied noch einen Blick von der Winzergenossenschaft auf den Schlossberg, auf den mich die Wanderung geführt hat.

Die Zeit der Kräuter ist allmählich vorbei, was man auch daran merkt, dass immer weniger neue Kräuter in den Wanderberichten erscheinen.

Interessant sind jetzt die vielen Beeren und bald auch die Wurzeln. Aber auf einem Weinberg kann man wohl schlecht nach Wurzeln graben und auch sonst eignet sich das Wurzelgraben schlecht für Wanderbeschreibungen.

Wir nähern und also langsam dem Ende der diesjährigen Kräuterwander-Saison, wie ich mit grossem Bedauern feststellen muss. Vielleicht noch ein bis zwei Kräuterwanderungen für dieses Jahr und dann war's das erstmal.

Aber im nächsten Frühjahr geht es dann mit neuem Schwung wieder los. Auf den diesjährigen Touren habe ich viele Stellen kennengelernt, die ich gerne im Frühling oder Frühsommer besuchen möchte.

Jetzt freue ich mich aber zunächst einmal auf die letzten Kräuterwanderungen für dieses Jahr.

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