Kräuter-Wanderung: Weinwanderung in Achkarren

  

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Der Efeu bereitet sich auf seine Blüte vor.

Eigentlich ist das sehr freundlich vom Efeu, wie er seine Blütezeit gewählt hat.

Wenn fast alle anderen Blüten entweder schon vorbei sind oder sich ihrem Ende zuneigen, dann fängt der Efeu mit seiner erst an.

Dadurch freuen sich die Bienen ganz gewaltig, dass sie noch eine Futterquelle haben, was man auch daran merkt, dass die grünlichen Efeublüten immer von tausenden von Bienen umschwirrt werden. So trägt der Efeu zum Überleben der Bienen bei.

Und im Spätwinter fördert er das Überleben der Vögel, denn wenn seine Beeren endlich reif sind, sind die meisten anderen Beeren schon lange aufgegessen. Ausserdem sind die Efeubeeren für die Vögel reserviert, weil sie für Menschen giftig sind.

Die Schlehen leuchten verlockend blau aus dem Gebüsch des Schlehenstrauches.

Man sagt ja eigentlich, dass die Schlehen erst nach dem Frost geniessbar sind, aber diese hier fand ich jetzt schon relativ essbar, wenn auch sehr sauer. Ich habe nämlich eine davon genascht.

Die Hagebutten leuchten überall signalrot von ihren Büschen.

Eine riesige grüne Heuschrecke hockte im Gras neben dem Weg und knabberte an etwas, das wie eine braune Heuschrecke aussah.

Es war faszinierend sie dabei zu beobachten, aber ich konnte nicht genau erkennen, was sie tat. Oder vielleicht wollte ich es unbewusst gar nicht so genau sehen.

Auch die Grösse der Heuschrecke war ganz besonders. Sie schien mir doppelt so gross wie die meisten anderen.

Bei einer Sitzbank raschelte eine Eidechse, vermutlich eine Smaragdeidechse.

Ich setzte mich hin und hoffte, dass sie sich ins Freie wagen würde.

Und tatsächlich: nach kurzer Zeit setzte sie sich auf einen freien Platz und verharrte dort. Es war die schönste Smaragdeidechse, die ich je gesehen hatte.

Voller Aufregung stellte ich meine Kamera richtig ein und zoomte heran. Kaum war ich damit fertig und konnte auf den Auslöser drücken, schlenderte die schlaue Eidechse hinter einen Pfosten und verschwand dann im Gebüsch. Ohne, dass ich ein brauchbares Foto von ihr hätte knipsen können.

Doch sie hatte ein Einsehen und kam nach einigen Minuten wieder hervor. Diesmal blieb sie aber hinter Rapspflanzen, sodass mir wieder kein gutes Bild von ihr gelang. Aber immerhin kann man sehen, was für ein schönes Tier sie ist.

Vom Berghang aus hat man einen wunderbaren Blick auf Achkarren, wie es zwischen die Berge eingeschmiegt in seinem kleinen Tal liegt.

Ein paar schöne Schafgarben wachsen zwischen den Reben.

Die Schafgarben haben durch den warmen Septemberanfang noch mal richtig Aufwind bekommen.

Überall sehe ich sie jetzt neu austreiben und blühen.

An einer Stelle des Lehrpfades wird die Scheurebe vorgestellt.

Das ist eine eher seltene Rebsorte in dieser Gegend.

Aber sie hat schöne Trauben und der daraus gekelterte Wein besticht durch Leichtigkeit.

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