Kräuter-Wanderung: Zur Gottesanbeterin auf dem Badberg

  

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Und weiter geht der bequeme Weg am Berg entlang, an den Obstbäumen vorbei.

Hier sieht man die verblühte Form der Waldrebe.

Die langen fedrigen Fasern gefallen mir sehr gut.

Am Wegrand entdecke ich die Dürrwurz.

Diese Kobrblütenpflanze ohne Zungenblüten ist hier in der Gegen nicht sehr verbreitet, aber hin und wieder sieht man sie.

Beim ersten Kennenlernen könnte man meinen, dass es sich bei den Blüten um Knospen handelt, denn viele Knopsen der Korbblütler sehen ähnlich aus.

Aber es gibt ja auch mehrere andere Korbblütler ohne Zungenblüten, beispielsweise das Kreuzkraut, der Rainfarn, der Beifuss und seine Brüder.

Mitten auf dem Weg lässt sich ein blauer Schmetterling nieder und hält sogar so lange still, bis ich meine Kamera gezückt habe.

Das finde ich sehr nett von dem Schmetterling, denn sonst bin ich meistens viel zu langsam, um Schmetterlingbilder zu knipsen.

Dann treffe ich auf eine Pflanze, die eindeutig der Lippenblütler-Familie entstammt.

Die Blätter duften aromatisch nach Minze, also vermute ich eine Minzenart.

Aber die Blüten, die so weit auseinander stehen, sind mir bei den Minzen eher unbekannt.

Nach längerer Suche in meinen Bestimmungsbüchern stelle ich fest, dass es sich um eine Waldbergminze handelt. Passt ja gut, denn vor Ort ist ein lichter Wald an einem Berg.

Schliesslich komme ich zum Eingang des Naturschutzgebietes.

Ein Schild zeigt ein Luftbild vom Badberg und eine Karte der Wanderwege.

Es erklärt die kostbare Natur dieses Berges.

Am Einstieg in das Naturschutzgebiet befindet sich ein Steinbruch.

Einer der vielen Steinbrüche in dieser Gegend, denn der Kaiserstuhl besteht aufgrund seiner vulkanischen Entstehung aus vielen interessanten Gesteinsarten.

Der Steinbruch am Badberg ist aber schon lange stillgelegt.

Am Steinbruch steht ein Haselnussstrauch.

Die Nussschalen sind schon ziemlich braun, bestimmt sind die Nüsse bald reif.

Neben dem Steinbruch entspringt eine heilkräftige Quelle aus dem sogenannten "Badloch".

Es ist leicht radioaktiv und hat das ganze Jahr über 21°C.

Von der Quelle aus, die zum Namen passend, in ein Loch eingefasst ist, fliesst das Wasser in eine Kneippanlage, in der man Wassertreten kann.

Natürlich habe ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und bin ein paar Runden im Storchengang durch das Wasser geschritten.

Hinter dem Badloch geht es steil den Berg hinauf, durch einen kleinen Wald.

Am Weg der steilen Waldstrecke wachsen Maiglöckchen, deren Beeren jetzt allmählich rot werden.

Einige der Beeren sind noch orange, andere schon leuchtend rot.

Die meisten der Pflanzen sind jedoch beerenlos. Wahrscheinlich wurden im Frühling zuviele der hübschen Blüten geerntet, obwohl das eigentlich gar nicht erlaubt ist.

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