Kräuter-Wanderung: Zur Mondhalde im Kaiserstuhl

  

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Der Wiesenbocksbart hat die grössten und schönsten Pusteblumen, finde ich.

Das gilt zumindest für die hiesigen Pflanzen, vielleicht gibt es woanders ja noch schönere Pusteblumen.

Die grossen Flugschirme schimmern glitzernd im Sonnenlicht, dass es eine Wonne ist.

Die wilde Pastinake reckt ihre feinen, gelben Blüten über die Böschung.

Dahinter sieht man die Reihen der Weinstöcke auf der darunterliegenden Terasse.

Zwischen den Weinstöcken blüht eine ganz besonders schöne Malve.

Ihre Blüten sind mehr als fünf Zentimeter im Durchmesser und von einer kräftigen Farbe, wie sie bei wilden Malven sonst nicht vorkommt.

Unterwegs hat man immer wieder wunderbare Ausblicke auf den Kaiserstuhl und seine Orte.

Hier sieht man Burkheim, eine kleine Stadt mit einer historischen Mittelstadt auf halber Höhe des Berges.

Dahinter, das schmale, hellblaue Band ist der Rhein. Genau dort bin ich diesen Sommer schon mehrmals entlang geradelt.

Noch weiter hinten sieht man die Vogesen.

Auch auf den Totenkopf, den höchsten Berg des Kaiserstuhls mit Fernsehturm hat man auf fast jeder Kehre der Serpentinen einen guten Ausblick.

Es reizt mich ja, dort mal wieder hoch zu wandern. Ob ich das diesen Sommer noch schaffe? Es gibt auch soviel andere interessante Orte, die mich reizen.

Auf einem kleinen ebenen Wiesenstück wächst eine Acker-Skabiose, die auch Witwenblume genannt wird.

Sie ähnelt etwas den Flockenblumen und anderen Korbblütler, ist aber eine Verwandte der Karde.

Daneben steht ein Taubenkropf-Leimkraut mit seinen aufgeblasenen Blüten.

Ich finde, das sieht sehr drollig aus.

Im oberen Bereich widmet sich der Lehrpfad den Heilpflanzen.

Hier steht der Weissdorn, dessen Früchte inzwischen rot geworden sind.

Neben dem Weissdorn steht eine Tafel, die den Weissdorn als Heilpflanze erklärt.

Leider wachsen nicht überall bei den Schildern die passenden Heilpflanzen, was bei kleinen Kräutern ja auch gar nicht so einfach wäre. Den Lehrpfad gibt es schliesslich schon seit Ende der 80er Jahre und die Brennesseln, die damals dort wuchsen, gibt es schon wohl lange nicht mehr.

Die grossen Sträucher und Bäume stehen aber passend bei den Schildern, wie hier auch der Weissdorn.

An manchen Stellen der Böschungen wachsen auch Blasensträucher.

Die lustigen blasenartigen Schoten sind im Jugenstadium rötlich und werden später weiss.

Beim leisesten Windhauch rascheln sie deutlich hörbar.

Der Sanddorn gehört zu den Highlights dieser Wanderung.

Den sieht man hier nämlich nicht so oft wild wachsend.

Zur Zeit sind auch gerade die orangenen Beeren reif, es ist also die beste Zeit, den Sanddorn zu besuchen.

Allein für diesen Sanddorn hat sich der Heilpflanzen-Lehrpfad schon gelohnt.

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