Kräuter-Wanderung: Zur Mondhalde im Kaiserstuhl

  

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Zottige Weidenröschen leuchten rosa aus dem Grün der Wegränder.

Die Weidenröschen werden ihrem Namen voll gerecht, zumindest die mit den dunkelrosanen Blüten, die leider nicht als Heilpflanzen geeignet sind.

Zwar sind Weidenröschen nicht mit Rosen verwandt, aber die Schönheit ihrer Blüten zeigt, dass sie sich Mühe geben, der Königin der Blumen nachzueifern.

An manchen Stellen wächst auch der Wasserdost, natürlich bevorzugt in Wassernähe, also an Bächen und Tümpeln.

Oft steht der Wasserdost so dicht am Ufer, dass ich kaum rankomme.

Aber dieser hier stand ungefährlich genug, dass ich ihn fotografieren konnte.

Er erinnert mich auch daran, dass ich unbedingt noch ein grosses Glas Wasserdost-Tinktur ansetzen muss, um gegen die drohenden Winter-Erkältungen gewappnet zu sein.

Wie fast überall in Ufernähe wächst auch hier der Blutweiderich.

Die meisten Blutweiderich nähern sich schon dem Ende der Blütezeit.

Immer wieder habe ich einen herrlichen Blick auf den Kaiserstuhl.

Noch fahre ich vorwiegend zwischen Maisfeldern entlang, aber das wird sich bald ändern.

Auf meinem Weg entlang eines Baches entdecke ich doch tatsächlich ein paar Beinwell-Pflanzen die blühen.

Ob sie wohl eine zweite Blütezeit eingelegt haben?

Vielleicht wurden sie im Frühjahr auch abgemäht und versuchen jetzt, die verlorene Blüte nachzuholen.

Der Breitwegerich steht prachtvoll am Wegrand.

Inzwischen hat er sich überall dort entfaltet, wo er nicht ständig niedergetrampelt wird.

Nach den ganzen Maisfeldern erreiche ich jetzt die Zone des Obstbaus.

Im Kaiserstuhl und vor allem rundherum wird ja nicht nur Wein, sondern auch viel Obst angebaut.

Die Pflaumenbäume hängen zur Zeit voller reifer Pflaumen.

Dicht an dicht hängen die ganzen Früchte.

Ein kleiner Weiden-Baum reckt seine Zweige in den blauen Augusthimmel.

Diese Weide hat besonders schmale Blätter. Solche schmalblättrigen Weiden habe ich in der Gegend schon öfters gesehen.

Das zeigt mir auch, dass ich noch viel über Bäume zu lernen habe.

Zum Obstanbau gehören natürlich auch Apfelbäume.

Die Profi-Apfelbäume hier sind ganz klein, fast wie Spalierobst, sodass man die Äpfel bequem ernten kann, ohne auf Leitern klettern zu müssen.

So ziehen sich die Apfelbäume Reihe um Reihe über die Plantagen, ganz ähnlich wie die Weinreben, die ja auch in anbaufreundlichen Reihen angebaut werden.

Die Äpfel sehen schon fast reif aus. Natürlich habe ich sie nicht probiert, denn das wäre ja ein Frevel, wenn man den Obstbauern die Äpfel wegisst.

Inzwischen habe ich die Rheinebene verlassen und bin durch Niederrotweil gefahren.

Für den Weg nach Oberrotweil habe ich einen Nebenweg gewählt, um möglichst wenig Autos zu begegnen.

Dieser Nebenweg entpuppt sich als Hohlgasse aus Lös.

Zwar ist es keine der berühmten geschützten Hohlgassen, aber dennoch finde ich es beeindruckend, wie der feine Lössand links und recht über dem Weg aufragt.

Man sieht sogar ein paar der typischen kleinen Höhlen in der Löswand, in der Vögel nisten oder andere Tiere ihren Bau haben. In anderen Hohlgassen gibt es sogar menschgemachte grosse Höhlen.

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