Kräuter-Wanderung: Von Hinterzarten nach Titisee

  

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Der Weeg zum Moor führt durch ein kleines Waldstückchen, das wohl schon der Anfang des Moores ist.

Am Wegrand gluckern nämlich winzige Bächlein.

Kurz hinter dem Waldrand sehe ich verblühte Weidenröschen, deren genaue Art ich leider nicht identifizieren kann.

Die aufgesprungenen Samenschoten sehen aber sehr faszinierend aus, finde ich.

Auf einem hölzernen Steg führt der Weg mitten durch das Moor.

Das finde ich recht praktisch, denn so kommt man als Mensch trockenen Fusses durch den Sumpf und ausserdem ist die empfindliche Natur vor uns Menschen geschützt.

Pflanzen mit merkwürdigen Sammelfrüchten wachsen im Moor.

Da geht es schon los mit den besonderen Pflanzen der Moorlandschaft. Solche Pflanzen habe ich noch nie zuvor gesehen.

Später finde ich heraus, dass es die Früchte des Sumpfblutauges sind.

Mitten im Moor wachsen auch Sträucher, die wie grosse Heidelbeerbüsche aussehen und wie diese blaue Beeren tragen.

Aber das sind wohl Rauschbeeren, die fade schmecken sollen.

Zum Probieren waren sie zu weit weg und ausserdem darf man in dem Naturschutzgebiet natürlich keine Pflanzen ernten. Sie sahen aber etwas anders aus Heidelbeeren und die Infobroschüre erwähnt Rauschbeeren.

Warum sie wohl Rauschbeeren heissen?

An mehreren Stellen wachsen ausgedehnte Gruppen von hellgrünen, grossen Blättern.

Weil ich sie für interessant halte, mache ich ein paar Fotos davon, ohne zu wissen, welche Pflanzen das sind.

Inzwischen weiss ich, dass es die Blätter vom Fieberklee sind, dessen weisse Blüten längst verblüht sind. Dann muss ich wohl nächstes Jahr früher wieder herkommen.

Ein Stück weiter entdecke ich noch ein blühendes Exemplar des Sumpfblutauges.

Sieht hübsch aus mit seinem tiefroten Blütenauge.

Ist übrigens ein Verwandter des Gänsefingerkrautes und der Blutwurz.

Hinter dem Holzsteg lässt das Moor allmählich wieder nach.

Dort sehe ich mehrere Schachtelhalme. Vermutlich sind das Sumpf-Schachtelhalme, die gifitg sein sollen, weil sie dazu neigen, einen giftigen Pilz zu beherbergen.

Auch ein paar Frauenmantel-Blätter sehe ich am Wegrand.

Blüten scheinen sie nicht zu haben, was mich etwas wundert.

Es sind auch die einzigen Frauenmäntel weit und breit.

Die Wiesen werden nach und nach saftiger, sind aber immer noch recht feucht.

Einge gelbblühende Wiesen-Pippaus stehen auf der Wiese.

Mit ihren gelben Korbblüten ähneln sie stark dem Habichtskraut, aber auch an hochgewachsene Löwenzahne erinnern sie.

Zu meinem grossen Entzücken entdecke ich auch einige Augentrost-Pflanzen, die winzig klein inmitten des hohen Grases stehen.

Haben sie nicht nette Blüten?

Man könnte fast meinen, dass es sich um Lippenblüten handelt, aber das stimmt nicht, denn der Augentrost gehört zur Familie der Braunwurzgewächse, wie auch die Königskerze und der Fingerhut.

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