Kräuter-Radtour: Ins Liliental

  

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Dann sehe ich eine Gruppe Wasserdost-Pflanzen, die einfach prächtig dastehen.

In meinem Garten werden sie zwar auch gross und blühen fleissig, aber diese hier haben Blütenstände, dass ich nur so staunen kann.

Dabei stehen sie auch hier nicht direkt in Wassernähe, sondern durch den Fahrradweg vom Hang, der zum Bach führt getrennt.

Irgendwas scheint diesen Wasserdosten aber sehr zu behagen.

Inzwischen bin ich schon durch Ihringen hindurchgeradelt und habe einen Hang erklommen, der mein Fahrrad und mich schon überfordert hat.

Aber schliesslich kann man ja auch schieben, was ich dann auch getan habe.

Hier bin ich mitten in den Weinbergen und allmählich zeigt die Sonne was in ihr steckt.

Für die Frühstückspause habe ich aber noch ein schattiges Plätzchen gefunden, sogar mit einer Bank, auf der ich es mir bequem mache.

Am Hang sind schon einige Brombeeren reif.

Das zeigt mal wieder, wie warm es hier ist.

Ihringen gilt schliesslich als wärmste Stadt in Deutschland, was man auch an den Brombeeren erkennen kann.

Bei uns im Garten sind die nämlich noch nicht reif, obwohl wir seit Wochen brütende Hitze haben.

Seit ich Ihringen verlassen habe, bin ich umgeben von Weinbergen.

Der ganze Kaiserstuhl ist voller Weinberge, was auch einen Teil seines Charmes ausmacht. Der fruchtbare Lösboden und die viele Sonne sind wie geschaffen für den Weinanbau.

Die Weintrauben kann man schon sehen, aber sie sind noch lange nicht reif.

Überall, wo kleine Bäche fliessen, wächst auch der Blutweiderich.

Erstaunlich, dass er als Heilpflanze so unbekannt ist, wo er doch recht häufig ist und durch sein hübsches Aussehen auch unübersehbar und unvergesslich ist.

Da der Weg ins Liliental von einem Bach begleitet wird, wächst hier zu meiner Freude auch das Mädesüss.

Diesmal komme ich ihm besonders nah, was sonst oft gar nicht möglich ist, weil ich sonst ins Wasser fallen würde.

Die Blüten duften zart und blumig, ein echter Riechgenuss.

In der Nähe wachsen auch die grössten Schachtelhalme, die ich je gesehen habe.

Da sie am Bach wachsen und nicht auf einem Acker, vermute ich jedoch, dass es Sumpfschachtelhalme sind, die häufig giftig sind.

Aber sie sehen wunderbar aus, finde ich.

Nach einer langen Bergauf-Strecke, bei der auch die Sonne immer mehr an Kraft gewann, bin ich endlich bei der Gaststätte des Lilientals angekommen und beim Ausgangspunkt für den Baumgarten (Arboretum), den ich mit dem Liliental verbinde.

Die Liliental-Bäume sind noch an ihrem Platz.

Sie stehen voll im Saft und tanken die Sommersonne.

So warm, wie es inzwischen ist, bin ich ganz froh, dass Teile meines Weges durch den Schatten führen.

Die Ginkgo-Blätter sind inzwischen ausgewachsen.

Obwohl sie jetzt deutlich dicker und grösser sind als im Frühjahr, scheint das Sonnenlicht hindurch.

Den Ginkgo mit seinen wundersamen Blättern mag ich sehr gerne und ich freue mich immer, wenn ich ihn besuchen kann.

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