Kräuter-Radtour: Den Rhein entlang

  

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Direkt am Ufer, schon halb im Fluss wachsend, sehe entdecke ich eine Pestwurz-Ansiedlung mit wahrhaft grossen Blättern.

Wie schade, dass ich sie nicht schon vorher entdeckt habe, denn dann hätte ich endlich auch mal Bilder von Pestwurz-Blüten. Nächstes Jahr komme ich bestimmt schon im zeitigen Frühjahr vorbei, um die Blüten der Pestwurz zu knipsen.

Überall auf dem Deich wächst eine Kleeart mit winzigen gelben Blüten.

Solche gelben Blütchen haben mehrere Kleearten, daher ist es gar nicht so einfach, sie zu unterscheiden.

Nach gründlichem Recherchieren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei dieser Art um den Zwerg-Schneckenklee handelt.

An den Ufern der Altrhein-Tümpel wachsen immer wieder Birken, die sich anmutig in die Höhe recken.

Nachdem ich um die langezogene Kurve des Rhein herumgefahren bin, sehe ich in der Ferne das Hafengebiet von Breisach und die Kaugummi-Fabrik auf der französischen Rheinseite.

Meine Fahrt am Rhein entlang nähert sich also ihrem Ende, denn in der Hafengegend kann man nicht mit dem Fahrrad am Rhein fahren. Mehrere Kilometer des Ufers sind dort für die ansässigen Firmen und ihre Anlegestellen reserviert.

Fürs Erste muss ich mich also vom Rhein verabschieden, aber ich werden ihm jenseits des Hafens wieder begegnen.

Im Rheinwald auf dem Weg nach Breisach treffe ich auf ein Jakobs-Greiskraut, das kurz vor der Blüte steht.

Es reckt sich einen guten Meter in die Höhe und gehört damit zu den auffälligen Pflanzen am Wegesrand.

Hier bin ich schon wieder am Rhein. Mit dem Radel eine deutlich spürbare Strecke aber hier auf den Bildern nur ein Katzensprung.

Hinter den Pappeln sieht man die vorhin erwähnte Kaugummi-Fabrik. Die Pappeln stehen jedoch auf der Rheininsel, die genau hier ihren Anfang nimmt und die Fabrik steht am anderen Ufer des Rheinkanals direkt am Wasser, was man auf dem Foto gar nicht erkennen kann.

Das Wasser zwischen dem Ufer und der Rheininsel ist also wieder nur der eigentliche Rhein, der an dieser Stelle ein eher schwaches Freizeitgewässer ist, zumindest im Vergleich zu den Wassermassen des Kanals.

Wie man sieht, kommen wir hier in den Genuss umfangreicher Gewässer, von denen jedes seinen eigenen Charakter hat.

Auch an dieser Stelle wachsen Malven und bereiten sich auf ihre Blüte vor.

In der Nähe wachsen Pflanzen, die wie Kamille aussehen.

Nicht nur die Blüten ähneln ihr, auch die Blätter sind fiederblättrig wie bei der Kamille.

Doch die Pflanzen riechen nicht. Also muss es die Strandkamille sein, denn die sieht aus wie Kamille, hat aber nicht ihren Duft und auch nicht ihre Heilwirkung.

Auf der weiteren Fahrt komme ich am Jachthafen vorbei.

Hier gibt es ein paar schmucke Jachten, erstaunlich gross für so eine kleine Stadt wie Breisach. Aber wahrscheinlich sammeln sich hier die Jachten aus der ganzen Umgebung.

Direkt am Jachthafen wächst eine kleine Kuhschellen-Gruppe.

Inzwischen sind sie verblüht und bilden ihre besonders langhaarigen Pusteblumen.

Nicht weit entfernt komme ich zur Anlegestelle der Ausflugsschiffe mit Blick auf die Rheinbrücke in der Ferne.

Hier war ich vorhin schon einmal auf dem Hinweg. Der Kreis der Radtour hat sich geschlossen.

Hier bin ich schon über die Brücke gefahren und wieder in Frankreich.

Der Blick fällt auf den Rheinkanal direkt hinter den Schleusen an ihrem unteren Ende. Hier wirkt der Kanal wie ein stilles Becken.

Kurz dahinter vereinigen sich Kanal und Rhein, was man von hier aus aber gerade eben nicht sehen kann.

Am Wegesrand, genau an der Stelle, von der aus ich auch das letzte Bild gemacht habe, wächst Johanniskraut.

Bald wird es blühen, wenn es nicht vorher abgemäht wird, was ich nicht hoffe.

Auch eine gigantische Königskerze schickt sich an, in die Höhe zu wachsen.

Die wird bestimmt nicht abgemäht, das trauen sich selbst die eifrigsten Landschaftgärtner nicht.

Nun wird es Zeit, Abschied vom Rhein zu nehmen mit einem Blick über das Staubecken des Wasserkraftwerks nach Süden, genau zum Belchen.

Den Belchen erkennt man an seiner runden Form und dem Buckel, der ihn an der rechten Seite ziert.

In diese Richtung werde ich wohl ein ander Mal fahren.

Zuhause begrüssen mich die wilden Rosen am Gartentor.

Sie sind vor ein paar Tagen aufgeblüht.

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