Kräuter-Radtour: Den Rhein entlang

  

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Am Ufer wächst an vielen Stellen Mädesüss, dass zur Zeit noch nicht blüht, aber schon deutlich an seinen Blättern erkennbar ist.

Hier in der Gegend ist das Mädesüss eher selten. Dies ist die einzige Stelle, die ich bisher kenne. Darum freue ich mich besonders es anzutreffen.

Auf der anderen Seite des Rheins fliesst der Altrhein in tümpelgrüner Farbe.

Breitere, fast stehende Gewässer wechseln sich ab mit schmalen Passagen, in denen das Wasser recht flott fliesst. Es wirkt fast wie eine Kette kleiner Seen.

Auf dem Deich wächst an einer Stelle rötliche Zypressen-Wolfsmilch.

Sie sieht sehr exotisch aus, auch wenn sie ziemlich klein ist.

Ein echter Hingucker.

Zwischendrin wächst massenhaft Hornkraut auf dem Deich und bedeckt mit seinen Ranken den Boden.

Auch hier wächst Mauerpfeffer, an dieser Stelle besonders leuchtend grün.

Der Spitzwegerich, der reichlich auf dem Deich wächst, ist hier besonders dünnblättrig.

Im Vergleich zu den üppigen Spitzwegerichen in unserem Garten sieht er fast aus wie eine andere Pflanze.

Oh Freude, es ist mir gelungen, einen Schmetterling zu knipsen.

Da meine Kamera ziemlich langsam ist, klappt das sonst fast nie, denn wenn sie endlich auslöst, sind die meisten Schmetterlinge schon über alle Berge.

Aber dieser hier hat gerade lang genug stillgehalten, um für ein Foto zu posieren.

Es handelt sich um einen Kronwicken-Bläuling und zwar ein Männchen.

Gerade als ich schon dachte, dass es wohl kaum noch neu Abwechslung bei den Pflanzen auf dem Rheindeich geben würde, leuchtete mir eine kleine Gruppe Esparsetten entgegen.

Zwar sind kaum Heilwirkungen von der Esparsette bekannt ausser ihre bodenverbessernde Wirkung, aber sie sieht richtig edel aus, finde ich.

Hier sieht man nochmal den Rhein, wie er in der Ferne um die Kurve fliesst.

Obwohl alles so geradlinig und gezähmt ist, spürt man dennoch die gewaltige Kraft des vielen Wassers.

Zwar ist es gar nicht so warm, aber dennoch verlockt es mich, in den Fluss zu springen und mich treiben zu lassen. Aber das ist mir zu gefährlich, unter anderem, weil jederzeit ein grosses Schiff kommen könnte, vor dem ich nicht schnell genug wegschwimmen könnte. Auch die Strömung könnte tückisch sein.

Dann fällt mein Blick auf ein merkwürdiges Gewächs.

Es trägt lauter winzige violette Fetzchen, die sich erst bei sehr genauem Hinschauen als Blüten entpuppen.

Die Knospe im oberen Bereich deutet eher auf weisse Blüten hin, aber das täuscht offenbar.

Bei dieser Pflanze handelt es sich um die Hunds-Braunwurz, eine Verwandte der knotigen Braunwurz.

Im Gegensatz zu ihrer sehr heilkräftigen Schwester, sind von der Hunds-Braunwurz keine Heilwirkungen bekannt, aber ich bin mir sicher, dass sie Heilkräfte hat, wenn man nur genauer hinschaut. Vielleicht finde ich ja noch mehr über sie heraus.

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