Kräuter-Radtour: Den Rhein entlang

  

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Auf der Rheininsel wachsen auch Robinien-Bäume, wie überall in dieser Gegend.

Das Holz dieses Einwanderers wird gern verwendet, denn es ist schwer und witterungsbeständig.

Auch als Bienenweide ist die Robinie sehr beliebt, denn sie bietet enorm viele Blüten.

Fast alle Teile der Robinie haben Heilwirkungen und zwar jeweils unterschiedliche. Das ist hier in Mitteleuropa jedoch kaum bekannt, denn die Robinie ist ja hier noch neu. Besonders interessant ist wohl die Wirkung der Blüten, die entkrampfend, schleimlösend, hartreibend und leicht abführend wirken.

Die Wiesen am Grenzübergang auf der Rheininsel sind mit lauter weissen Tupfern bedeckt, so zahlreich sind dort die Gänseblümchen.

Auch der Hornklee wächst an vielen Stellen.

Besonders hübsche Exemplare habe ich hier auf der Rheininsel entdeckt.

Der Hornklee ist zwar giftig, aber vorsichtig und äusserlich angewendet, kann er durchaus heilkräftig sein. Die Blüten wirken entkrampfend, beruhigen und stärken das Herz. Äusserlich angewandt kann man sie als Kompresse gegen Hautentzündungen verwenden.

Auf der Rheininsel gibt es auch einen grossen Teppich mit Quendelpflanzen.

Noch kann man diesen wilden Thymian nur erkennen, wenn man weiss, dass er da ist und wenn man eine feine Nase hat, denn er riecht schon kräftig nach Thymian.

Dann liegt die Rheininsel hinter mir und ich sehe den eigentlichen Rhein.

Auf diesem Bild sehen wir über die Brücke in Nordrichtung den Rhein entlang.

In diese Richtung werde ich fahren.

Zwischen diesem und dem vorherigen Bild liegt nicht nur eine Schleife, von der Brücke runter, durch einen kleinen Wald und bis zum Rheinufer, sondern auch ein Zwischenstopp im Schwimmbad, wo ich mich mit ein paar Schwimmrunden erfrischt habe.

Das Wasser ist zwar noch recht kalt, aber umso aufmunternder. Und wenn ich schon die ganze Zeit den Rhein begleite, dann muss ich auch irgendwann einmal ins kühle Nass tauchen, was ich mich beim Rhein eher nicht traue.

Direkt am Rheinufer wächst der Wiesensalbei.

Er leuchtet wunderbar violett und ist eine wahre Zierde für den Uferbereich.

Inzwischen bin ich, etwas abseits des Rheins, durch Breisach gefahren und auf dem Fahrradweg in Richtung Norden gelandet.

Hier geht es fast schnurgerade an Feldern entlang zwischen Rhein und Kaiserstuhl.

Vom Rhein sieht man von hier aus gar nichts, aber der Kaiserstuhl ist gut zu sehen, mitsamt seinem höchsten Gipfel und dessen Sendemast.

Da die Ebene zwischen Kaiserstuhl und Rhein dank ihres Lösbodens so fruchtbar ist, werden hier nicht normale Feldfrüchte angebaut, sondern auch viel Obst.

Kleine Obstbäume stehen in Reih und Glied, extra niedrige Bäumchen, um leicht beerntet werden zu können.

Viel Ampfer wächst am Wegesrand.

Ansonsten ist es hier über weite Strecken deutlich "aufgeräumter" als auf der französischen Seite. Man sieht also erheblich weniger Heilpflanzen am Wegesrand.

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