Topinambur

  
Topinambur


Topinambur ist eine gelb blühende Pflanze mit einer gesunden kartoffelähnlichen Knolle. Die Knolle enthält wertvolle Inhaltstoffe, die für Diabetiker gesund sind und auch beim Abnehmen helfen. Topinambur kann problemlos im eigenen Garten angebaut werden.



Steckbrief

Heilwirkung:
antimikrobiell
antioxitativ
bakteriostatisch
blutzuckersenkend
entzündungshemmend
krebsvorbeugend
probiotisch
Anwendungsbereiche:
Diabetes
Krebs
wissenschaftlicher Name: Helianthus tuberosus
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Pflanzengattung: Sonnenblumen (Helianthus)
Verwendete Pflanzenteile: Knolle
Inhaltsstoffe: Betain, Chlorogensäure, Cholin, Gentisinsäure, Inulin, Polyphenole, Salicylsäure und Saponine
Nebenwirkung: Manchmal Blähungen
Sammelzeit: November bis April


Anwendung

Die Anwendung erfolgt als leckeres Gericht oder Getränk. Topinambur zubereiteten geht ähnlich wie Kartoffel. Im Gegensatz zur Kartoffel, kann Topinambur auch roh im Salat gegessen oder als Smoothie getrunken werden.



Pflanzenbeschreibung

Topinambur


Topinambur ist eine mehrjährige Pflanze, mit einer Knolle und kann über 3m hoch werden. Aus einer etwa 5 cm langen und etwa 2 cm dicken kartoffelähnlichen Knollen, die vom Aussehen auch an Ingwer erinnern, wachsen mehrere Stengel. Die gelbe Blüte erscheint im Spätherbst und hat einen Durchmesser von 5-10 cm. Topinambur sieht aus wie eine Sonnenblume mit zu kleiner Blüte und zu langem Stengel.

Geschichte

Topinambur hat seinen Ursprung in Nordamerika oder Mexiko und wurde im 17. Jahrhundert nach Europa gebracht. Die Knolle diente längere Zeit als Nahrungsmittel und als Futter, bis Topinambur durch die Kartoffel abgelöst wurde. Mittlerweile kann man Topinambur kaufen, vor allem in Bio-Läden oder Wochenmärkten. Online bekommt man auch Saat-Knollen.

Anbau

Topinambur


Der Anbau erfolgt durch setzen der Knollen im Abstand von etwa 40 cm, bei einer Pflanztiefe von 10 cm. Eine Aufzucht aus Samen gelingt fast nie und wenn sie gelingt, dann kleiner und der Ertrag geringer als durch die Zucht über Knollen. Die Topinambur-Pflanze ist pflegeleicht, sie mag aber keinen sehr stark gedüngten Boden oder Staunässe, dafür aber sandigen Boden mit viel Sonne, auch im Halbschatten wächst Topinambur gut.
Die Samen reifen praktisch nie in Deutschland, nur manchmal am Oberrhein in sehr warmen Jahren und bei warmen frostfreihem Wetter in den Winter hinein.
Topinambur kommt ohne Probleme über den Winter und treibt im Frühjahr wieder aus. Lediglich die jungen Triebe im Frühling vertragen keinen stärkeren Frost.


Topinambur Rezepte:

Rezept: Topinambur Smoothie

200 Gramm Topinambur waschen, schälen und in Stücke schneiden.
Eine Organge schälen und in Stücke schneiden.
Eine halbe Gurke waschen und in Stücke schneiden.
Alles in den Mixer geben und mit 500 ml Wasser auffüllen
Die Mischung fein pürieren.

Rezept: Topinambur Drink

200 Gramm Topinambur waschen, schälen und in Stücke schneiden.
Topinambur in 200 ml Wasser etwa 5 Minuten kochen.
In den Mixer geben und pürieren.
Nach dem Abkühlen 250 ml Apfelsaft dazu geben und nochmal kurz durchmixen.

Rezept: Topinambur Chips

3 schöne Topinambur-Knollen waschen.
Ungeschält in sehr feine Scheiben schneiden.
Die Scheiben mit Olivenöl beträufeln.
Die Scheiben anschliessend salzen und pfeffern oder mit anderen Gewürzen verfeinern.
Die Scheiben auf einem Backblech mit Backpapier nebeneinander legen.
Das Blech für etwa 15 Minuten in einen auf 200 Grad vorgeheizten Backofen geben.
Wenn die Chips die gewünscht Farbe haben, das Blech herausnehmen.

FAQ

Was ist Topinambur?

Topinambur ist eine aus Nordamerika kommende Pflanze, die wie eine Sonnenblume aussieht und eine essbare Knolle hat, die wie eine Ingwerknolle/Kartoffel aussieht.

Kann man Topinambur anbauen?

Ja, geht in Deutschland/Europa ohne Probleme.

Topinambur Verwechslung mit welcher Pflanze möglich?

Eine Sonnenblume mit kleiner Blüte und langem Stengel sieht dem Tompinambur sehr ähnlich, die Sonnenblume hat aber keine Knolle.

Kann man Topinambur roh essen?

Ja, manche Leute können aber Blähungen bekommen, wenn sie die Knolle noch nicht gewöhnt sind.