Nur sein gelber Saft macht es zu einer besonderen Erscheinung; der kommt aber nur beim Abbrechen der Stengel zum Vorschein.
Schon von alters her ist es eine beliebte starke Heilpflanze für Leber und Galle.
Als Verwandter des Schlafmohns haben die Alkaloide des Schöllkrauts
auch beruhigende und krampflösende Wirkung.
Steckbrief
| Giftigkeit: | Achtung! Leicht giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. |
|---|---|
| Heilwirkung: |
antibakteriell,
krampflösend, beruhigend, fungizid, hautreizend, menstruationsregelnd, schweisstreibend, schmerzstillend, zellwachstumshemmend, |
| Anwendungsbereiche: |
Akne
Allergien Arteriosklerose Asthma Augenentzündungen Ekzeme Flechten Galle Geschwüre Gicht Grind Hühneraugen Krampfhusten Krätze Leber Magenschmerzen Milzerkrankungen Nesselsuch Neuralgien Rheuma Schuppenflechte Schwielen Verstopfung Warzen Ödeme |
| wissenschaftlicher Name: | Chelidonium majus |
| Pflanzenfamilie: | Mohngewächse = Papaveraceae |
| englischer Name: | Celandine |
| volkstümliche Namen: | Aflkraut, Augenkraut, Blutkraut, Bockskraut, Gschwulstkraut, Gilbkraut, Goldkraut, Gottesgabe, Herrgottsblatt, Herrgottsgnade, Himmelsgabe, Krätzenkraut, Marienkraut, Nagelkraut, Schälerkraut, Schälkraut, Schellkraut, Schinnkraut, Schindwurz, Schwalbenkraut, Schwalbenwurz, Teufelsmilchkraut, Trudenmilchkraut, Warzenkraut, Ziegenkraut, |
| falsche Schreibweisen: | Schollkraut |
| Verwendete Pflanzenteile: | das blühende Kraut, Saft, (Wurzel) |
| Inhaltsstoffe: | mehrere Alkaloide, Coptisin, Chelidonin, Chelidoxanthin, Berberin, Chelerythrin, Sanguinarin, Glaucin, Glaukopikrin, Protopin (Fumarin), Spartein, Chelidonsäure, Chelidoninsäure, Glauciumsäure, Flavone, Bitterstoffe, ätherisches Öl |
| Sammelzeit: | Mai bis Juli |
Video
In einem Video stelle ich die Heilpflanze Schöllkraut vor.
Dauer: 5:14
Zur Video-Seite mit Transscript: Heilpflanze: Schöllkraut
Anwendung
Anwendung für Leber und Galle
Das Schöllkraut wird erfolgreich bei Leber- und Galleleiden eingesetzt, vor allem wenn der Gallenfluß durch Stauungen für Krankheit sorgt. In der Praxis eignet es sich zur Behandlung von Gallenblasenentzündung, Leberschwellung, Gelbsucht, Gallengries, Rheuma und Gicht.Krampflösende Wirkung
Wegen seiner entkrampfenden Wirkung wird es auch gerne bei Menstruationskrämpfen, Magenschmerzen, Asthma, Reiz- und Krampfhusten verwendet.Zu all diesen Zwecken kann es als Tinktur des blühenden Krauts verabreicht werden. Etwas schwächer wirkt das getrocknete Kraut als Tee. Besonders stark wirkt der Pressaft, von dem man jedoch nur geringe Mengen verwenden soll (max. ca. 20 Tropfen)
Äußerliche Wirkung gegen Warzen
Anwendung für die Augen
Maria Treben schwört auf die Anwendung des Schöllkrauts zur Stärkung der Augen.Dazu nimmt man ein gewaschenes Schöllkrautblatt mit sauberen, feuchten Händen und zerreibt den Stengel des Blattes zwischen Daumen und Zeigefinger. Die geringe Flüssigkeit streicht man über die Lider und in die Augenwinkel (nicht direkt in die Augen)
Die Augen sollen dadurch ihre gute Sehkraft erhalten und schleier- und fleckenlos bleiben.
Angeblich sammeln auch Schwalben Blätter vom Schöllkraut und bestreichen damit die Augen ihrer blinden Kinder.
Andere äußerliche Anwendungen
Siehe:
Pflanzenbeschreibung
Bevorzugt wächst er an Mauern in der Nähe menschlicher Behausungen. Es wird ca. 40-50 cm hoch.
Der runde Stengel verzweigt sich mehrmals, bis er oben in kleinen gelben Blüten endet.
Das Schöllkraut blüht von April bis September und bildet immer wieder neue Blüten.
Das deutlichste Merkmal zur Erkennung des Schöllkrauts ist der gelbe Saft, der austritt,
sobald man den Stengel oder ein Blatt abrricht.
Fotos vom Schöllkraut
Verbreitung
Das Schöllkraut ist in fast ganz Europa und in gemäßigten Klimazonen Asiens verbreitet. In Nordamerika wurde es eingeschleppt.
Sammeltipps
Man kann das Schöllkraut während der gesamten Blütezeit sammeln, also etwa von April bis September.
Für einen Tee trocknet man das Kraut schonend an einem schattigen, luftigen Platz.









