Haritaki

(Terminalia chebula)

  

Haritaki

Haritaki ist eine legendäre asiatische Heilpflanze. In der Ayurveda-Heilkunde wird die kleine Frucht sogar als Königin der Heilpflanzen bezeichnet. Daran kann man erkennen, wie wichtig Haritaki seit Jahrhunderten für die indische Heilkunde ist.

Der Haritaki-Baum ist oft prachtvoll und fühlt sich in weiten Teilen Südasiens heimisch.

Zusammen mit den Früchten Amla und Bibhitaki bildet Haritaki das berühmte Heilmittel Triphala, das gerne zur allgmeinen Verjüngung eingesetzt wird.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Anti-Aging,
Heilwirkung:
abführend,
adstringierend,
anthelmitisch,
auswurffördernd,
blutreinigend,
durchblutungsfördernd,
entgiftend,
nervenstärkend,
stärkend,
tonisierend,
übelkeits verringernd,
verjüngend,
zusammenziehend,
Anwendungsbereiche:
Abdominelle Auftreibung,
Allergien,
Allergische Hautreaktionen,
Aphten,
Asthma,
Blasensenkungen,
Bluthochdruck,
Bronchitis,
Darmerkrankungen,
Darmparasiten,
Demenz,
Diabetes,
Durchfall,
Erbrechen,
Erkältung,
Fieber,
Gebärmuttersenkung,
Gedächtnisschwäche,
Gelbsucht,
Geschwulstbildungen,
Hautentzündungen,
Hautleiden,
Hämmorrhoiden,
Heiserkeit,
Herzerkrankungen,
Husten,
Infektionen,
Juckreiz,
Konzentrationsschwäche,
Laryngitis,
Milzerkrankungen,
Nervenleiden,
Ödeme,
Organsenkungen,
Parasitäre Infektionen,
Rachenentzündung,
schlechte Absorption,
Schluckauf,
Stress,
Vaginaler Ausfluss,
Verstopfung,
wissenschaftlicher Name:
Terminalia chebula, Chebulic Myrobalan
Pflanzenfamilie:
Combretaceae = Flügelsamengewächse
englischer Name:
chebulic myrobalan
andere Namen:
Chebulische Myrobalane, Samo Thai
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte (vor allem unreif)
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Polyphenole, Glykoside: Arjunglucoside, Arjungenin, Chebuloside, Cumarin, Gallensäuren, Ellagsäure, Aminosäure Glutathion
Sammelzeit:
Bei Fruchtreife, bzw. wenn die Früchte unreif sind


Anwendung

Haritaki

Hariktaki kann man wahlweise als Pulver oder Kapseln anwenden.

Die häufigste Art, Hariktaki anzuwenden ist das Pulver.

Noch häufiger wird Hariktaki zusammen mit Amla und Bibhitaki in der Mischung Triphala angewendet.

Pulver

Hariktaki-Pulver kann man im Handel kaufen, insbesondere im Internet.

Die tägliche Höchst-Dosis liegt bei etwa einem gestrichenen Teelöffel pro Tag. Das Pulver kann man beispielsweise mit Wasser vermischen und einnehmen. Alternativ kann man das Pulver in Smoothies oder Müslis einarbeiten.

Anfänglich nimmt man am besten für einige Tage weniger Haritaki ein, z.B. 1 g Pulver, damit sich der Körper daran gewöhnen kann. Nach und nach steigert man die tägliche Dosis bis man mit etwa 5 g die tägliche Höchst-Dosis erreicht hat.

Tee aus dem Pulver

Wer will, kann sich aus dem Haritaki-Pulver auch einen Tee zubereiten.

Dazu übergießt man einen halben bis einen Teelöffel Haritaki-Pulver mit kochendem Wasser und lässt diese Mischung 10 ziehen.

Danach kann man die Mischung in kleinen Schlucken trinken.

Kapseln

Etwas seltener als das Pulver werden auch Hariktaki-Kapseln im Handel (Internet) angeboten.

Je nach Dosis in der einzelnen Kapsel (z.B. 500 mg) nimmt man täglich 3 Kapseln oder mehr in Wasser ein. Am besten befolgt man die Dosierungsangaben der jeweiligen Hersteller.

Pulver mit Honig

Man kann das Pulver mit Honig vermischen und gegen Halsschmerzen und Erkältungen einnehmen.

Mit dieser Mischung, in Wasser aufgelöst, kann man auch gurgeln.

Äußerlich

Äußerlich kann man Hariktaki gegen Hautgeschwüre und Schleimhaut-Entzündungen anwenden, weil Hariktaki antiseptisch wirkt.

Dazu macht man entweder eine Waschung oder einen Pastenumschlag.



Wirkung

Durch die regelmäßig Einnahme von Haritaki soll der Sauerstoff-Gehalt im Blut um bis zu 300% erhöht werden. Daraus folgt eine bessere Leistungsfähigkeit, ein verbessertes Gedächtnis und Konzentration. Man spricht daher auch von Haritaki als einer starken Gehirnnahrung Die Schlafqualität wird verbessert und dadurch auch die allgemeine Fitness und Vitalität. Haritaki ist also ein wunderbares Nerventonikum.

Insgesamt wird der ganze Körper verjüngt durch den erhöhten Sauerstoffgehalt und die dadurch verbesserte Mikrozirkulation im gesamten Gewebe.

Haritaki wirkt auch ausgesprochen blutreinigend, das heißt, es hilft bei der Entgiftung der Gewebe. Dadurch können viele Hautprobleme und allergische Reaktionen verbessert werden.

Wichtig ist auch die durchblutungsfördernde Wirkung von Haritaki. Durch eine bessere Durchblutung werden Körper und Geist zusätzlich verjüngert, Alles funktioniert wieder besser. Außerdem wird gegen Herzinfarkt und Schlaganfall vorgebeugt.

Hinzu kommt die stärkende Wirkung von Haritaki. Dadurch fühlt man sich bei regelmäßiger Einnahme von Haritaki deutlich jünger und leistungsfähiger.

Kontraindikation

Während der Schwangerschaft sollte man besser kein Haritaki anwenden.



Anwendungsgebiete

Haritaki

Alter

Älter werden ist zwar keine Krankheit, aber leider ist das Alter häufig mit zahlreichen Gesundheitsbeschwerden verbunden.

Durch den verbesserten Sauerstoffgehalt im Blut und die bessere Durchblutung dank Haritaki, wird der gesamte Körper verjüngt. Haritaki wirkt also sozusagen als Jungbrunnen.

Infolge dieser Gewebe-Verjüngung werden zahlreiche Gesundheitsprobleme gelindert oder gar behoben. Dazu gehören beispielsweise hoher Blutdruck, diverse Herzkrankheiten, Wassereinlagerungen und dergleichen.

Gedächtnisschwäche / Konzentrationsschwäche

Weil Haritaki für verbesserte Durchblutung im Gehirn mit höherem Sauerstoffgehalt sorgt, wird das Gedächtnis und die Gehirnleistung verstärkt.

Haritaki hilft also gegen einen schlechtes Gedächtnis und Konzentrationsprobleme. Dadurch ist Haritaki ein gutes Mittel für alle Kopfarbeiter.

Auch bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer kann Haritaki helfen, die Denkleistung möglichst lange zu erhalten.

Schlafstörungen / Schlaflosigkeit

Haritaki verbessert den Schlaf, sowohl was das Einschlafen angeht als auch in puncto Durchschlafen und Schlafqualität.

Mit regelmäßiger Haritaki-Anwendung kann man also leichter Einschlafen und dann schläft man besser durch. Einschlafstörungen werden spürbar verbessert. Auch unruhiger Schlaf und nächtliches Aufwachen werden verringert. Man leidet also weniger unter Durchschlafstörungen. Durch die stärkere Sauerstoffanreichung im Blut und eine verlängerte Tiefschlafphase wirkt der Schlaf zudem erholsamer, sodass man morgens ausgeruht und leistungsfähig aufwacht.

So kann Haritaki auch Morgenmuffeln helfen, morgens zügig auf die Beine zu kommen.

Bindegewebsschwäche / Organsenkungen

Weil Haritaki das gesamte Gewebe stärkt, wird auch das Bindegewebe gestärkt.

Dadurch kommt es zu Verbesserungen bei abgesenkten Organen, wie beispielsweise Blasensenkung oder Gebärmuttersenkung.

Auch das Hautbild wird verbessert und die Neigung zu Krampfadern wird verringert.



Geschichtliches / Regionales

In Südasien wird Haritaki bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze eingesetzt.

Auf vielen Darstellungen wird der Medizin-Buddha mit einer Haritaki-Frucht in der Hand dargestellt.

In der indischen Ayurveda-Heilkunde gilt Haritaki als die Königin der Heilpflanzen. Sie wird nicht nur allein als Verjüngungsmittel angewendet, sondern auch zusammen mit Amla und Bibhitaki als berühmtes Heilmittel Triphala.

Auch der berühmte indische Heilkundige und Arzt Charaka Samhita schwört auf Haritaki und bezeichnet sie als nützlich und nahrhaft wie Muttermilch.

Im Ayurveda wirkt Haritaki ausgleichend auf Vata, Pitta und Kapha. In hohen Dosen wird Pitta verschlimmert. Die Früchte haben alle Geschmacksrichtungen außer salzig. In erster Linie schmecken sie zusammenziehend, erhitzend und süß. Die Wirkung der Haritaki-Früchte bezieht sich auf alle Arten von Geweben.

Haritaki wird in Indien gerne als Abkochung der getrockneten oder frischen Früchte oder als Paste angewendet.

Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Haritaki seit dem 11. Jahrhundert als Heilpflanze geschätzt.

In der Traditionellen Thailändischen Heilkunde wird die Haritaki-Frucht häufig eingesetzt, beispielsweise gegen Fieber, Parasiten, Infektionen, Darmerkrankungen und viele andere Krankheiten. Aus der Sicht der thailändischen Medizin bringt Haritaki die Elemente ins Gleichgewicht und wirkt verjüngend. Die Geschmacksrichtung der Haritaki-Frucht wird vor allem als adstringierend, sauer und bitter eingestuft.

Durch den zusammenziehenden Geschmack wird die Haritaki-Frucht allgemein als nicht wohlschmeckend empfunden.




Pflanzenbeschreibung

Haritaki-Baum

Haritaki wächst bevorzugt im tropischen Klima. Dort wächst sie in der Ebene und bis in Höhen von 1.500 m, gerne in trockenen Laubwäldern. Häufig wird Haritaki auch als Straßenbaum angepflanzt.

Der Haritaki-Baum kann sehr groß werden, bis zu 30 m. Der Stamm wird manchmal bis zu 1 m breit (Durchmesser).

Die eiförmigen Blätter werden zwischen 7 und 8 cm lang. Sie haben eine Spitze, sind ledrig und auf der Unterseite behaart.

Die winzigen Blüten sind weiß-gelb und haben einen unangenehmen Geruch.

Aus den Blüten entwickeln sich die ovalen Früchte, die oft unregelmäßig geformt sind und Spitzen haben. Die Früchte sind gelb bis orange oder braun und haben fünf Längsrippen. In den Früchten befindet sich ein steinartiger Kern. Die Früchte werden meistens unreif geerntet.

Verbreitung / Vorkommen

Verbreitung Haritaki

Haritaki ist in Indien und Südostasien heimisch.

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