Graviola

(Annona muricata)

  

Graviola

Die Graviola ist eine südamerikanische Stachel-Frucht, die nicht nur gerne als Obst genutzt wird, sondern der auch krebshemmende Fähigkeiten nachgesagt werden.

In der Volksheilunde werden Blätter und Früchte der Graviola gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt von Asthma bis hin zu Virusinfektionen.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Begleitende Krebsbehandlung,
Heilwirkung:
antiviral,
antiparasitisch,
belebend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
stärkend,
schmerzlindernd,
tumorhemmend,
Anwendungsbereiche:
wissenschaftlicher Name: Annona muricata
Pflanzenfamilie: Annonengewächse = Annonaceae
englischer Name: Soursop
andere Namen: Stachelannone, Guanabana, Guyabano, Corossol, Sauersack, Lampun
Verwendete Pflanzenteile: Frucht, Blätter
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamine, Mineralstoffe, Apfelsäure, Acetogenine, Alkaloide, Vor allem die Samen: Annocain (giftig)
Sammelzeit: Unreife oder Reife Frucht, Blätter ganzjährig


Anwendung

Im Handel wird Graviola als Kapseln oder Saft angeboten. Auch die Blätter werden gelegentlich angeboten. Man findet diese Pflanzen-Prdoukte vor allem im Internet-Handel.

Aus den Blättern kann man einen Tee kochen.

Kapseln gibt es sowohl mit Extrakten aus der Frucht oder aus pulversierten Blättern. Von den Kapseln nimmt man je nach Anbieter 1 - 2 Kapseln täglich.

Vom Saft trinkt man 1 bis 3 mal täglich 50 ml.



Wirkung

In medizinischen Studien (2011 und 2012) wurde im Labor festgestellt, dass die Früchte der Graviola Brustkrebszellen und Krebszellen der Bauchspeicheldrüse hemmen. Daher besteht die Hoffnung, dass man Graviola zur Behandlung von Krebs einsetzen kann.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man Brustkrebs und Pankreaskarzinom allein durch das Essen von Graviola-Produkten behandeln kann. Wenn sich diese Studienergebnisse auch bei Studien am Menschen bestätigen, ist Graviola eventuell dazu geeignet, als begleitende Behandlung zu dienen.

Amerikanische Studien sind jedoch schon 2008 zu dem Schluss gekommen, dass Graviola sich nicht zur Behandlung von Krebs eignet.

Da die Samen der Graviola giftig sind, eignen sie sich möglicherweise zur Bekämpfung der gefährlichen Stechmücke Aedes aegypti, die Gelbfieber, Denguefieber, Zika, Chikungunya-Fieber überträgt.

Andere Wirkungsweisen der Graviola entstammen der Volksheilunde.



Geschichtliches

Die Graviola-Frucht wurde schon von den alten peruanischen Hochkulturen genutzt. Die Samen oder ganzen Früchte wurden als Grabbeigabe verwendet, was die Bedeutung der Frucht für diese Menschen unterstreicht. Auch im Amazonas-Gebiet wurde die Graviola von den Einheimischen schon früher sehr geschätzt.

Von den spanischen Eroberern wurde die Graviola nach Spanien gebracht, wo sie auch angebaut wird, weil das spanische Klima gut für den Anbau der Graviola geeignet ist.

Je nach Weltgegend wird die Graviola unterschiedlich genutzt.

In der südamerikanischen Heimat der Graviola wird die Frucht häufig ausgepresst und als Grundsubstanz für Marmelade, Eis und Limonade benutzt.

In der Karibik werden stattdessen die Blätter genutzt und ein Tee daraus hergestellt. Dieser Tee wird als Ersatz für Schwarztee und Kaffee verwendet.

Auf den Philippinen wird die Frucht unreif genutzt und zwar wie Gemüse.

In Indonesien wird die Graviola-Frucht püriert und mit Zucker zu einem Pudding verkocht. Auch Süßigkeiten werden damit hergestellt.

Die Einsatzmöglichkeiten der Graviola in der Küche sind also vielseitig, wie man an diesen traditionellen Anwendungsweise sehen kann.

Da die Frucht nicht sehr haltbar ist, wird sie in frischer Form kaum in nichttropische Länder exportiert.




Pflanzenbeschreibung

Graviola ist in tropischen Halbwüsten heimisch.

Der immergrüne Baum wird 8 bis 14 Meter hoch.

Die Blätter des Graviola-Baums sind ledrig und eiförmig. Sie erinnern an Lorbeerblätter.

Die grüngelben, länglichen Blüten riechen nach Aas und locken damit Insekten an, um bestäubt zu werden.

Aus den Blüten entwickeln sich stachelige Früchte, die bis zu 4 Kilo schwer werden. Die grünen Früchte sind zwischen 30 und 40 cm lang. Botanisch gesehen sind diese Früchte eigentlich Beeren.

Im Innern der Früchte findet man giftige, schwarze Samen. Das Fruchtfleisch ist weißlich, weich und schmeckt säurlich.

Das Fruchtfleisch wird gerne als Obst verzehrt.

Verbreitung / Vorkommen

Verbreitung Graviola

Die Graviola ist ursrpünglich in Südamerika und der Karibik heimisch.

Inzwischen wird sie jedoch in fast allen tropischen Gegenden angebaut, vor allem in Halbwüsten, also in semiaridem Klima. Selbst in Spanien findet man Anbaugebiete für die Graviola.