Nur wenn er zu den Ampfer-Knöterichen gehört, deren Blätter in der Mitte braune Flecken tragen, fällt er dem aufmerksamen Auge auf.
Dort wo er wächst, gilt der Ampfer-Knöterich als lästiges Unkraut.
Man kann ihn aber auch als Heilpflanze einsetzen und sogar als Wildgemüse essen.
Steckbrief
| Heilwirkung: |
adstringierend,
antibakteriell, |
|---|---|
| Anwendungsbereiche: | |
| wissenschaftlicher Name: | Polygonum lapathifolium, Persicaria lapathifolia |
| Pflanzenfamilie: | Knöterichgewächse = Polygonaceae |
| englischer Name: | Curlytop knotweed |
| volkstümlicher Name: | Ampferblättriger Knöterich, Fluss-Ampferknöterich, Acker-Ampferknöterich |
| Verwendete Pflanzenteile: | Kraut |
| Inhaltsstoffe: | Oxalsäure, |
| Sammelzeit: | Juli bis Oktober |
| Fotos von Ampfer-Knöterich |
Anwendung
Aufgrund seines Gehaltes an Oxalsäure sollte man den Ampfer-Knöterich nicht über lange Zeit in grossen Mengen verwenden. Menschen, die unter Rheuma, Gicht oder Nierensteinen leiden, sollten besser auf die innerliche Anwendung vom Ampfer-Knöterich verzichten.
Innerlich als Tee
Die gesamte Pflanze wirkt bakterientötend und zusammenziehend. Daher müsste sie gegen Entzündungen des Mundraumes helfen können. Zu diesem Zweck kann man mit einem Tee des Ampfer-Knöterichs Spülungen vornehmen. Allerdings gibt es viele andere Pflanzen, deren Wirkung für diesen Anwendungszweck bewährt und gesichert sind, im Gegensatz zum Ampferknöterich.Den Ampfer-Knöterich kann man als Tee gegen Fieber einsetzen.
Auch der schwache Magen kann durch Ampfer-Knöterich-Tee gestärkt werden.
Äusserlich
Mit dem Tee des Ampfer-Knöterichs kann man Umschläge machen, Waschungen oder Teilbäder vornehmen.Er kann gegen leichte Verbrennungen und leichte Infektionen der Haut eingesetzt werden.
Küche
Die jungen Blätter kann man roh als Salat und gekocht als Gemüse essen.
Auch die winzigen Samen kann man roh oder gekocht essen.
Pflanzenbeschreibung
Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, lockeren Lehmböden. So kommt er auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern vor. Auch an Flussufern wächst er gerne.
Die einjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch und ist sehr formenreich.
Im Frühjahr wachsen die lanzettlichen bis eiförmigen Blätter, die in der Mitte häufig einen bräunlichen Fleck aufweisen.
Im Sommer treiben die reichästigen, knotigen Blütenstengel aus, an denen die Blätter mit zunehmender Höhe kleiner werden.
Zwischen Juli und Oktober blühen die rosafarbenen, kleinen Blüten, die in Ähren zusammengefasst sind.
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