Sternanis in der Küche

  
Sternanis
Aus der Weihnachtsbäckerei ist der Sternanis wohlbekannt. Sein Geschmack und Duft ähnelt dem Anis, dem der Sternanis auch seinen Namen verdankt.

In Teemischungen ist der Sternanis nicht nur ein wohlschmeckender Geschmacksgeber, sondern er hat auch eine ausgeprägte eigene Heilwirkung auf den Atmungsapparat und das Verdauungssystem. Auch gegen Bakterien wirkt der Sternanis.



Steckbrief

Heilwirkung: antibakteriell,
anregend,
entspannend,
schleimlösend,
harntreibend,
Magen stärkend,
Magenkrämpfe,
Blähungen,
Darmkrämpfe,
Mundgeruch,
Zahnschmerzen,
Bronchitis,
Mandelentzündung,
Hexenschuss,
Ischias,
Nervenschmerzen
wissenschaftlicher Name:Illicium verum
englischer Name:Star anise
Verwendete Pflanzenteile:Früchte, Samen
Inhaltsstoffe:Shikimisäure, ätherische Öle, Anethol, Anisol, Foeniculin, Cineol, Carvon, Gerbsäure, Limonen, Linalool, Rutin, Saponine, Terpene, Safrol, Kamphen,
Sammelzeit:Oktober


Anwendung

Sternanis
Man kann die zerkleinerten Sternanis-Früchte als Tee oder in Teemischungen gegen Verdauungsbeschwerden oder Husten trinken. Durch seine antibakterielle Wirkung kann man Sternanis-Tee unterstützend bei Bronchitis, Mandelentzündung (Angina) oder Entzündungen des Verdauungsapparates verwenden.

Auch gegen Hexenschuss kann man Sternanis-Tee trinken, weil er entspannend wirkt.

Siehe:

In Teemischungen fördert Sternanis den Wohlgeschmack.

Gegen Mundgeruch kann man die Hüllen der Sternanis-Samen kauen. Gekaut fördern die Samenhüllen auch die Verdauung nach schweren Mahlzeiten.

Das ätherische Öl kann man gegen Zahnschmerzen auf die betroffene Stelle reiben.

In der Küche und Weihnachtsbäckerei wird Sternanis aufgrund seines Wohlgeschmacks eingesetzt.

Der Wirkstoff Shikimisäure ist die Grundlage des Grippemittels Tamiflu.


Pflanzenbeschreibung

Sternanis
Der Sternanis ist in China und Vietnam heimisch. In gemässigten Breiten wächst er nur in Kübeln oder Gewächshäusern, weil er nicht frostfrei ist.

Er bevorzugt leichte, sandige Böden, die eher sauer sind. Ausserdem mag er Halbschatten oder sonnige Standorte.

Der Sternanis-Baum wird bis zu 18 m hoch.

Seine Blätter sind immergrün.

Zwischen März und Mai blühen die gelblichen Blüten mit vielen Blütenblätter.

Die charakteristisch geformten sternförmigen Samen reifen im Oktober.