Gegen Viren schützen: Hygiene-Maßnahmen

  

Viren Symbolbild

Die beste Behandlung einer Krankheit ist, wenn man sie gar nicht erst bekommt.

Daher ist es wichtig, dass man sein Verhalten so gestaltet, dass die Ansteckungsgefahr möglichst gering ist.

Virenlast verringern

Bei den vorbeugenden Maßnahmen geht es nicht darum, alle Viren vollständig zu vernichten, und auch nicht, um jeglichen Viruskontakt zu verhindern. Einerseits ist das kaum möglich und andererseits ist es auch gar nicht nötig.

In erster Linie geht es darum, die Virenlast zu verringern. Das bedeutet, dass man soviel wie möglich Viren abtötet, und dass man mit möglichst wenig Viren Kontakt hat.

Normalgesunde Menschen sind Infektionen nämlich nicht völlig hilflos ausgeliefert. Das menschliche Immunsystem ist durchaus in der Lage, einige Viren (gilt auch für Bakterien) selber abzuwehren.

Es hängt von der Menge an Viren ab, mit denen man in Kontakt kommt, ob das Immunsystem damit klar kommt oder nicht. Wenn das Immunsystem die Arbeit schnell erledigt, wird man gar nicht erst krank. Man merkt nicht einmal, das man mit Viren in Kontakt gekommen ist, und man spricht dann auch nicht von Ansteckung.

Ob eine Ansteckung stattfindet, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Anzahl der Viren und Bakterien
  • Aggressivität der Virus-Art
  • Stärke des körpereigenen Immunsystems

Wie man die Anzahl der Viren verringert, denen man begegnet, darum geht es auf dieser Seite.

Die Aggressivität einer Viren-Art hat man leider nicht in der Hand. Aber es kann hilfreich sein, sie zu kennen. Bei den meisten Viren sind viele Viren nötig, um eine Infektion zu bewirken. Der Norovirus stellt eine Ausnahme dar, denn von ihm reichen schon wenige Viren, um eine Erkrankung auszulösen. Daher ist beim Norovirus eine besonders sorgfältige Hygiene notwendig.

Wie man das Immunsystem in einen guten Zustand bringt, darum geht es auf der Seite Vor Viren schützen: Vitamine und Mineralien


Hände waschen

Hände waschen

Eine der wichtigsten Maßnahmen um Ansteckung zu vermeiden, ist das Händewaschen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man obsessiv alle paar Minuten die Hände waschen sollte. Ganz und gar nicht!

Wichtig ist das Händewaschen vor allem bei bestimmten Gelegenheiten:

  • Nach dem Einkauf im Supermarkt
  • Nach dem Treffen mit anderen Leuten
  • Allgemein wenn man nach Hause kommt
  • Nach dem Toilettengang
  • Vor dem Kochen
  • Vor dem Essen
  • Und natürlich, wenn die Hände schmutzig sind.

So wäscht man seine Hände richtig:

  1. lauwarmes Wasser
  2. Seife verwenden
  3. Mindestens 30 Sekunden lang gründlich waschen
  4. Anschließend mit sauberem Handtuch abtrocknen

Gründliches Hände waschen heißt, dass alle Stellen der Hand mit dem Seifenwasser in Berührung gekommen sein müssen.

Warum ist Hände waschen so wichtig und wie wirkt Händewaschen gegen Viren?

Viele Virusinfektionen werden durch Schmierinfektion übertragen, also beispielsweise von Gegenständen auf die Hände und von dort ins Gesicht. Auch Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe werden häufig so übertragen und nicht nur durch Tröpfcheninfektion.

Mit Hände waschen wird diese Infektionskette unterbrochen, und darum ist Händewaschen so wichtig.

Durch das Händewaschen werden Viren abgetötet und das funktioniert so:

Viele Viren haben außen eine Fetthülle, die sie brauchen, um zu funktionieren. Der Norovirus ist eine unangenehme Ausnahme, für den man stärkere Desinfektionsmittel braucht, weil Seife nicht ausreicht.

Mit der Seife wäscht man diese Fetthülle weg, so wie man einen fettigen Teller abwäscht. Darum sollte das Wasser auch möglichst lauwarm sein, denn dann wird das Fett der Viren leichter abgelöst. Einfache Seife reicht völlig aus für diesen Vorgang. Die Viren werden dadurch abgetötet und weggespült.

Wie wirkt Hände waschen gegen Bakterien?

Bei Bakterien wirkt sich Händewaschen etwas anders aus, denn sie haben nicht die typische Fetthülle wie die Viren. Bakterien werden durch Hände waschen in erster Linie weggespült. Manche Bakterien reagieren auch empfindlich auf Seife und werden mehr oder weniger zuverlässig abgetötet.

Handpflege nach dem Waschen

Wer zu trockenen Händen neigt, sollte sich nach dem Händewaschen die Hände eincremen.


Hände desinfizieren

Im Haushalt ist es normalerweise nicht notwendig, die Hände zu desinfizieren.

Gründliches Händewaschen reicht völlig aus.

Eine Ausnahme besteht, wenn im Haushalt jemand mit einem abgeschwächten Immunsystem lebt, z.B. Krebspatienten oder Transplantationspatienten. Dann kann eine zusätzliche Handdesinfektion sinnvoll sein.

Auch in Krankenhäusern und Arztpraxen ist die Desinfektion der Hände sinnvoll.

Für Privatmenschen ist Handdesinfektion sinnvoll, wenn man unterwegs ist, und keine Möglichkeit hat, sich die Hände zu waschen. Beispielsweise wenn man gerade aus dem Supermarkt kommt, kann man sich die Hände mit etwas Hand-Desinfektionsmittel desinfizieren, und wenn man dann wieder zu Hause ist, sollte man sich die Hände gründlich waschen. Wenn kein Desinfektionsmittel für Hände verfügbar ist, kann man auch ein sogenanntes Erfrischungstüchlein zur schnellen Handreinigung verwenden. Meistens enthalten diese Tüchlein Alkohol, der leicht desinfizierend wirkt.


Flächen und Gegenstände desinfizieren

Viren können sich auf Flächen teilweise tagelang halten.

Daher kann es unter Umständen sinnvoll sein, Flächen zu desinfizieren, wenn sie mit Krankheitserregern in Berührung gekommen sind.

Im Privathaushalt ist eine Desinfektion in normalen Zeiten überflüssig. Normales Putzen mit seifenartigen Reinigungsmitteln reicht völlig aus. Wenn man seine normale Lebensumgebung zu sehr keimfrei hält, kann das sogar der Gesundheit schaden, weil es verstärkt zu Allergien kommt und das Immunsystem nicht genug trainiert wird.

Eine Ausnahme besteht, wenn man immunsupprimierte Personen im Haushalt hat. Auch in Krankenhäusern und Arztpraxen ist eine Flächendesinfektion sinnvoll.

Auch wenn im Haushalt aktiv Infizierte leben, kann eine Desinfektion der Flächen und benutzten Gegenstände sinnvoll sein. Dabei sollte man vor allem auch an Türklinken denken.

Als Desinfektionsmittel kann man handelsübliche Desinfektionsmittel verwenden oder Putzmittel mit zusätzlicher Desinfektionswirkung. Geeignet zur Flächendesinfektion sind auch Mittel wie Dan Klorix, die man normalerweise verdünnt anwendet.


In Armbeuge husten und niesen

Beim Husten und Niesen in die die Armbeuge geht es um den Schutz für Andere.

Bis vor wenigen Jahren wurde schon kleinen Kindern beigebracht, dass man in die Hand husten und niesen sollte. Generationen von Menschen sind mit dieser Verhaltensregel aufgewachsen. Bei dieser Regel ging es darum, andere Menschen nicht direkt anzuhusten und anzuniesen. Es ging darum, eine Tröpfcheninfektion zu verhindern und um Höflichkeit.

Was beim Husten in die Hände aber überhaupt nicht berücksichtigt wurde, dass sich die meisten Viruserkrankungen auch durch Schmierinfektion verbreiten.

Bei einer Schmierinfektion geraten Krankheitserreger auf Gegenstände, z.B. Türklinken, Einkaufswagengriffe, Festhalte-Griffe in Bussen und Bahnen usw. Dies geschieht dadurch, dass jemand Infiziertes Krankheitserreger auf den Händen hat und solche Gegenstände anfasst. Die Krankheitserreger geraten durch Niesen oder Husten auf die Hände, wenn man in die Hände niest oder hustet. Viele Krankheitserreger halten sich mehrere Tage auf unbelebten Oberflächen. Wenn jemand Anderes die betroffenen Gegenstände anfasst, geraten die Viren auf dessen Hände. Sobald sich derjenige ins Gesicht fasst, werden die Viren auf Mund, Nase oder Augen übertragen. Die Ansteckung kann beginnen, und das alles, weil jemand in die Hände gehustet oder geniest hat.

Wenn man sich dessen bewusst ist, ist es teilweise erschreckend, wenn man manche Leute sieht, wie sorglos sie ihre Infektionen verbreiten. Wie oft sieht man im Supermarkt Menschen, die in einem Moment in die Hand husten und im nächsten Moment einen Einkaufswagen anfassen, oder die direkt nach dem Husten mehrere unverpackte Obststücke anfassen, bevor sie sich für eins entscheiden.

Erst vor wenigen Jahren wurde man sich dieser Gefahr richtig bewusst. Inzwischen lernen Kinder schon im Kindergarten, dass sie in die Armbeuge bzw. in die Ellenbeuge husten oder niesen sollten. Denn niemand fasst Gegenstände mit dem Ellenbogen an. Die Infektionsgefahr wird dadurch erheblich verringert.

Für viele junge Menschen ist es inzwischen selbstverständlich geworden, nie in die Hände zu husten, aber viele ältere tun sich damit schwer, selbst wenn sie inzwischen davon gehört haben, dass Husten in die Hände gefährlich sein kann.

Daher muss man sich umgewöhnen, selbst wenn es schwierig ist.


Nicht ins Gesicht fassen

Damit man sich selbst nicht durch Schmierinfektion ansteckt, sollte man sich nicht ins Gesicht fassen.

Die Hände könnten nämlich eventuell infiziert sein, wenn man einen infizierten Gegenstand berührt hat.

Aber es ist leichter gesagt als getan, sich nicht ins Gesicht zu fassen.

Unbewusst fassen wir uns alle paar Sekunden ins Gesicht, sei es, weil etwas juckt, ein Haar kitzelt oder was auch immer. Diese unbewusste Handlung kann man nur sehr schwer bewusst unterlassen.

Man kann es sich gezielt abgewöhnen, sich ins Gesicht anzufassen, aber das dauert geraume Zeit und ist nicht einfach.

In Epidemie-Zeiten kann eine Mundschutzmaske dabei helfen, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Wenn man eine Maske trägt, merkt man es, wenn die Hände zum Gesicht wandern, und dann lässt man es bleiben. Eine weitere Erinnerungshilfe ist eine Schutzbrille, beispielsweise eine Schutzbrille, die man zum Radfahren aufsetzt. Die verhindert, dass man sich in die Augen fasst.


Mundschutz

Mundschutz-Maske

Ein heiß diskutiertes Objekt beim Thema Infektionen ist eine Mundschutzmaske.

In Asien werden solche Masken sogar ohne Epidemie getragen, in der westlichen Welt wird ihnen der Nutzen selbst in Zeiten starker Ansteckungsgefahr abgesprochen.

Das hängt teilweise mit Missverständnissen zusammen.

Es gibt nämlich unterschiedliche Schutzmasken. Zum einen gibt es die einfachen Masken, die keine Ausformung für das Gesicht haben. Sie sind normalerweise billig und werden vorbeugend in Arztpraxen und Krankenhäusern benutzt. Diese Masken schließen jedoch nicht dicht ab, sodass Viren an den Seiten eindringen könnten. Solche Masken werden daher häufig als nutzlos angesehen, was in der Praxis jedoch nicht stimmt, wie ich weiter unten erkläre.

Außerdem gibt es teure Schutzmasken, sogenannte partikelfiltrierende Halbmasken. Solche Masken gibt es in unterschiedlichen Feinheiststufen. Zum Schutz vor Viren braucht man Masken mit der Kennzeichnung FFP-3. Diese Masken werden um die Nase herum an die Gesichtform angepasst, sodass die Viren auch von der Seite nicht eindringen können. Diese Masken gelten als sicher, sind aber selten.

Zurück zu den einfachen Masken. Auch wenn sie die eigentlichen Viren nicht abhalten können, können sie dennoch nützlich sein. Die meisten Viren fliegen sowieso nicht frei in der Luft herum, sondern nur an Tröpfchen gebunden. Tröpfchen werden von den Masken jedoch abgehalten, solange die Masken nicht nass sind. Die einfachen Masken haben mehrfachen Nutzen gegen Infektionen:

  • Masken verhindern, dass Infizierte ihre Virentröpfchen verbreiten, wenn sie husten oder niesen.
  • Masken verhindern bei Gesunden, dass infizierte Tröpfchen direkt in Mund und Nase geraten.
  • Masken verhindern, dass man sich ins Gesicht fasst, vor allem in Kombination mit Brille.

Gesichtsmasken können also durchaus nützlich sein, wenn sie auch keine Garantie gegen Ansteckung bieten.

Wenn solche Atemschutzmasken feucht werden, sollte man sie wechseln, denn dann stellen sie keinen Schutz mehr dar.

Wie man einfache wiederverwendbare Mundschutz-Masken aus Stoff nähen kann, zeige ich auf meine Näh-Seite: Mundschutz-Masken selber nähen

Video

In diesem Video zeige ich, wie man eine Mundschutz-Maske selber nähen kann.

Dauer: 13:07


Bei Youtube anschauen


Toilettendeckel beim Abspülen schließen

Es ist kaum zu glauben, aber der Toilettendeckel hat etwas mit Infektionsvermeidung zu tun.

Wenn man abspült, spritzen feinste Tröpfchen nach oben und verteilen sich im Raum. Wenn der Kot oder der Urin Krankheitserreger enthält, können sich diese Krankheitserreger im Raum verteilen.

Wenn man den Toilettendeckel vor dem Abspülen schließt, verteilen sich die Krankheitserreger nicht im Raum.


Soziale Kontakte

Inwieweit man soziale Kontakte einschränken sollte, um Infektionen zu verhindern, hängt von der jeweilien Situation ab.

In Zeiten ohne Epidemie brauchen normal gesunde Menschen ihre sozialen Kontakte nicht einschränken.

Anders sieht es aus bei Menschen mit eingeschränkt funktionierendem Immunsystem, z.B. bei Krebs oder Transplantationspatienten. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen, z.B. COPD, Asthma müssen ihre sozialen Kontakte teilweise einschränken, weil schon einfache Erkältungen für sie bedrohlich sein können.

Im Fall einer Epidemie mit einer potentiell schwerwiegenden Erkrankung gelten besondere Verhaltensregeln, um eine Ansteckung zu vermeiden. Vorübergehend kann das soziale Leben zum Erliegen kommen, bis hin zu echten Quarantäne-Maßnahmen.


Keine Hände schütteln

Hände schütteln ist eine schöne, freundliche Geste, die ursprünglich wohl erfunden wurde, um seinem Gegenüber zu versichern, dass man unbewaffnet ist. Inzwischen ist das Händeschütteln eine gewohnheitsmäßige Begrüßungsgeste geworden.

Diese Geste ist in Infektions-Zeiten jedoch eine potentielle Bedrohung, weil sie die Übertragung von Infektionskrankheiten fördert.

Zahlreiche Ärzte haben schon erkannt, dass sich Infektionen indirekt von Patient zu Patient übertragen können, wenn sie allen Patienten die Hände schütteln. Daher sind einige Ärzte schon davon abgekommen, ihren Patienten die Hände zu schütteln. Oft weisen Informationsschilder darauf hin.

Auch chronisch Kranke sollten sich das Hände schütteln abgewöhnen. Das kann in manchen Kreisen etwas schwierig sein, weil viele Menschen es als unhöflich empfinden, wenn jemand den Handschlag zur Begrüßung verweigert.

Mit steigendem Bewusstsein für die Infektionsgefahr, die vom Händeschütteln ausgeht, wird es vielleicht einfacher werden, auf das Händeschütteln zu verzichten.

In Zeiten von Epidemien sollte man generell auf das Händeschütteln verzichten.


Abstand halten

In Epidemie-Zeiten wird empfohlen mindestens 1 - 2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten.

Wie groß der Abstand sein sollte, hängt vom jeweiligen Virus ab. Die 1 bis 2 Meter gelten für durchschnittlich ansteckende Viren, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden können.

Bei Viren, die nur durch Schmierinfektion übertragen werden können, kommt es nicht auf den Abstand zu Menschen an, sondern es geht darum, möglichst keine gemeinsamen Gegenstände anzufassen.

Bei Viren, die durch Aerosole übertragen werden, z.B. Windpocken, kann schon ein Aufenthalt im gleichen Raum zur Ansteckung führen.

Bei den meisten Atemwegs-Infektionen sind die 1 bis 2 Meter Abstand eine gute Faustregel.

Im jeweiligen Einzelfall muss man jedoch abwägen. Wenn man beispielsweise in einem Supermarkt zügig an jemand vorbeigeht und dabei den Mund geschlossen hält, ist die Gefahr relativ gering. Auch wenn man an der frischen Luft bei etwas Wind an jemand vorbeigeht, ist die Gefahr eher gering. Wenn man jedoch in einem geschlossenen Raum ist und laut spricht, singt oder gar ruft, können selbst 3 Meter Abstand zu dicht sein.


Gruppenveranstaltungen meiden

Wenn eine Epidemie stattfindet, sollte man Veranstaltung mit mehreren Menschen meiden.

Dabei geht es nicht nur um Großveranstaltungen, wie Messen, Konzerte und Fußballspiele, sondern auch um Kneipenbesuche und private Feiern.

Selbst gemeinsames Arbeiten in einem Büro kann zu einem Ansteckungs-Risiko werden und ebenso die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Das heißt, das gesamte "soziale" Leben ist im Falle einer Epidemie eine potentielle Gefahr.

Viele Menschen halten das für übertrieben und wollen sich ihre sozialen Kontakte nicht nehmen, auch nicht für kurze Zeit. Durch fortgesetzte Gruppenveranstaltungen kann sich eine Epidemie ungebremst ausbreiten, das Gesundheitssystem an seine Grenzen bringen und viele Tote verursachen, je nach Schwere der Erkrankung.

Je nach Art der Infektion und der Ausbreitungsgeschwindigkeit muss man also abwägen, wie streng man Gruppenveranstaltungen einschränkt. Im Fall einer Epidemie werden die Behörden Gruppenveranstaltungen nach ihrer Einschätzung der Sachlage einschränken. Man kann aber auch selber entscheiden, ob man sich in Menschenmassen tummeln will oder nicht.


Reisen

Reisen

Reisen können während einer gefährlichen Epidemie zum Problem werden.

Das hängt einerseits mit der eigentlichen Reise zusammen, denn in Zügen, Bussen, Flugzeugen und Warteschlangen ist man dicht mit anderen Menschen zusammengepfercht. Da besteht erhöhte Ansteckungsgefahr.

Andererseits kann auch das Reiseziel ein Problem darstellen. Wenn das Reiseziel von einer Epidemie betroffen ist, kann dort die Ansteckungsgefahr erhöht sein, zumal man unterwegs öfter in Restaurants geht.

Man kann umgekehrt auch von einem Seuchen-Gebiet ausgehend reisen wollen. In diesem Fall wird man selbst zu einem potentiellen Infektionsrisiko, denn bei vielen Infektionskrankheiten ist man schon ansteckend, bevor die ersten Symptome auftreten.

Daher sollte man sich in Epidemiezeiten genau überlegen ob und wohin man reisen will.