Chili-Tinktur


  

Capsaicin, der scharfe Wirkstoff in Chilis löst sich besonders gut in Alkohol. Daher ist eine Chili-Tinktur die Zubereitung der Wahl, wenn man aus Chilis möglichst viel Schärfe extrahieren will.

Man kann Chili-Tinktur innerlich einnehmen, um die Verdauung zu stärken und den Stoffwechsel anzuregen.

Für die äusserliche Anwendung kann man Chili-Tinktur in Cremes einarbeiten.

Man kann wahlweise frische oder getrocknete Chilis verwenden.

Je nach Sorte wird die Tinktur unterschiedlich scharf. Aus Peperonis wird die Tinktur mittelscharf, aus Cayenne scharf und aus Habaneros extram scharf.

Achtung!
Nach dem Umgang mit Chilis und deren Produkten muss man sich gründlich die Hände waschen und per Zungentest überprüfen, ob die Hände nicht mehr scharf sind, denn sonst könnte das beiläufige Reiben der Augen fatale Folgen haben.

Auch die gesamte Umgebung kann unabsichtlich "geschärft" werden, wenn man sich nicht sofort die Hände wäscht.

Zutaten

  • 20 gr. Chili, geschnitten
  • 100 ml Doppelkorn (oder ähnliches)

Anleitung

  1. Schneide die Chilis in kleine Stücke.
  2. Füll die Chili-Stücke in ein Schraubdeckel-Glas.
  3. Es sollte etwa halb voll werden.
  4. Giess den Doppelkorn über die Kräuter, bis sie reichlich bedeckt sind.
  5. Verschliess das Glas.
  6. Um den Extraktionsprozess zu verstärken, kann man das verschlossene Glas für eine halbe Stunde ins kochende Wasserbad stellen.
  7. Stell das Glas dann an einen warmen Ort und lass es zwei bis sechs Wochen ziehen.
  8. Nach der Wartezeit muss die Tinktur abgefiltert werden.
  9. Stülpe einen Kaffeefilter über ein anderes Glas.
  10. Giess die Tinktur durch den Kaffeefilter.
  11. Wenn ein Teil der Kräuter mit in den Filter fällt, dann ist das in Ordnung.
  12. Achte jedoch darauf, dass der Kaffeefilter nicht überläuft.
  13. Wenn die Tinktur abgefiltert ist, kann man sie in eine dunkle Flasche füllen.
  14. Dazu eignet sich ein kleiner Trichter.
  15. Verschliess die Flasche und beschrifte sie mit Inhalt und Datum.



Siehe auch:

Tinkturen selbstgemacht

Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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