Kräuter-Wanderung: 10.9.12: Vier Tage Westweg


Silberdistel Bei herrlichem Spätsommer-Wetter habe ich mich aufgemacht, um einen Teil des schwarzwälder Westwegs zu begehen. Für meine vier Wandertage habe ich mir die, meiner Meinung nach, schönsten Etappen ausgesucht. Es sind die Etappen, die über den Feldberg, den Belchen und den Blauen führen, mitten im Hochschwarzwald.

Auf dem Weg erhoffe ich mir auch ausgiebige Eindrücke darüber, was die Pflanzenwelt in dieser Jahreszeit so treibt. Welche Pflanzen blühen noch, welche tragen Früchte und von welchen ist gar nichts mehr zu sehen?

Partnerseite

Auf unserer Partnerseite schwarzwald.region.org wird diese Wanderung auch beschrieben, und zwar vor allem in Hinblick auf die Strecke, mit Hütten und Brunnen an denen man vorbeikommt.

Es gibt auch GPS-Tracks zum Runterladen.

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Bahnhof-Hinterzarten Am Bahnhof von Hinterzarten beginnt meine Wanderung.

Jetzt muss ich zunächst ein Stück durch den Ort gehen, um auf den eigentlichen Westweg zu stoßen.

Westweg Ganz unscheinbar beginnt der Westweg für mich am Ortsausganz von Hinterzarten.

Allerdings muss ich dabei berücksichtigen, dass die Westwegwanderer, die den gesamten Weg gehen, schon etwa 10 Tage unterwegs sind. Diese Stelle hier ist für sie nur ein kurzes Zwischenstück.

Beinwell Am Wegrand kann ich mich gleich über Beinwell-Blätter freuen.

Der Beinwell hat hier offenbar nach der Blütezeit und Sommerhitze noch einmal neu ausgetrieben, so frisch sehen die Blätter aus.

Kuh Kühe weiden auf der saftigen Bergwiese.
Stechender-Hohlzahn Dann komme ich in den Wald und sehe einen verblühten Stechenden Hohlzahn.

Die Stacheln sind so richtig deutlich zu sehen, jetzt wo der Blütenstand braun anstatt grün ist.

Huflattich Am Wegrand wächst reichlich Huflattich, bzw. dessen Blätter.

Die gelben Blüten sind schon seit dem Frühjahr verschwunden.

See Nach einer Weile komme ich an einem kleinen Weiher vorbei.

Wie schön sich die Bäume im glatten Wasser spiegeln.

Wiese Dahinter kommt eine saftige Wiese, die bestimmt mal ein Moor war oder es vielleicht teilweise heute noch ist.

Es wirkt hier alles so feucht.

Felsen Der Weg bringt mich zu einer Stelle mit mossüberwachsenen Felsen.

Dazwischen sieht man einen breiten Baumstumpf, der noch ganz frisch aussieht. Der zugehörige Baum ist wohl erst kürzlich gefällt worden.

Johanniskraut An einer geschützten Stelle blüht noch ein Johanniskraut.

Das finde ich erstaunlich, denn die Zeit für die Johanniskraut-Blüte ist eigentlich längst vorbei. Aber es gibt ja meistens ein paar Nachzügler.

Johanniskraut So sehen die anderen Johanniskräuter aus.

Man sieht nur noch die verblühten Blütenstände, die in kräftigem Rostrot leuchten.

Waldruhrkraut Auf dem Weg sehe ich das unscheinbare Waldruhrkraut, eine alte Heilpflanze, die fast völlig in Vergessenheit geraten ist.
Wiese Bald öffnet sich der Wald zu einer idyllischen Wiesenlandschaft.

Hier gibt es auch einige Häuser und die Siedlung wird "Am Feldberg" genannt.

Kanadische-Goldrute Auf einer Böschung blüht die Kanadische Goldrute in kräftigem Gelb. Woanders ist sie meistens schon verblüht.
Feldberg-Blick In der Ferne sieht man von hier aus schon den Feldberg (rechts) und den Seebuck (links).

Zwischen mir und meinem Tagesziel liegen aber noch einige Hügel, die erwandert werden wollen.

Sumpf-Herzblatt An einer feuchten Stelle des Weges blüht das Sumpf-Herzblatt.

Diese hübsche Blume kenne ich bisher fast nur aus der Feldberg-Region und hier auch eher selten.

Mädesüss Das Mädesüß ist schon verblüht.

Sein knubbeliger Blütenstand leuchtet in der Sonne.

Schmalblättriges-Weidenröschen Auch das schmalblättrige Weidenröschen ist schon verblüht.

Anstatt der typischen dunkelrosa Blütenkerzen sieht man jetzt längliche Wollbüschel.

Feldsee-Blick Schließlich komme ich zu einer Stelle über dem Feldsee, von der aus man einen Blick auf den See erhaschen kann.

Allerdings hatte ich mir diese Aussichtsstelle etwas deutlicher vorgestellt.

Nichtsdestotrotz halte ich hier meine Mittagspause, denn hier ist ein schönes Zwischenziel.

Seebuck-Blick Durch die Bäume kann man auch das Bismarckdenkmal sehen, das auf dem Seebuck steht.

Meinem Ziel bin ich also schon deutlich näher gekommen.

Skabiose Wieder unterwegs erfreue ich mich an der kräftigen Farbe und den lustigen Formen der Skabiose, auch Witwenblume genannt.
Enzian-Blätter Vom gelben Enzian sieht man nur noch vereinzelte Blätter.

Seine Blütezeit ist längst vorbei und auch die verblühten Fruchtstände sieht man kaum noch. Ich habe mal gehört, sie würden von Gämsen gerne gegessen, obwohl sie so bitter sind.

Silberdistel Dann entdecke ich eine junge Silberdistel und freue mich sehr.

Das ist vermutlich die erste wirklich wildwachsende Silberdistel, die ich antreffe. Bei einer anderen am Fuß des Belchen war ich mir nicht sicher, ob sie wild wuchs oder angebaut war.

Ansonsten kenne ich die Silberdistel nur aus botanischen Gärten. Am Feldberg hatte ich sie bislang vergeblich gesucht.

Seebuck Der Gipfel kommt deutlich näher.

Man kann die Türme auf dem Seebuck immer besser erkennen.

Feldberg-Blick Schließlich erreiche ich den Grüblesattel, den kleinen Pass zwischen Feldberg und Seebuck.

Hier verlasse ich für heute des Westweg, der gleich weiter zum Feldberg und bis zum Notschrei-Pass führt.

Ich gehe stattdessen zum Seebuck und anschließend übernachte ich im Feldberger Hof.

Belchen-Blick Von hier aus hat man auch eine schöne Aussicht, obwohl es relativ diesig ist.

In der Ferne erkennt man schon den Belchen, den ich in zwei Tagen erreichen will.

Feldberg-Turm Auf dem Seebuck-Gipfel steht der Feldberg-Turm, den man besteigen kann, um eine bessere Aussicht zu haben.
Bismarck-Denkmal Ein paar Meter weiter steht das Bismarckdenkmal.

Ausblick Von hier aus kann man sehr gut in Richtung Norden und Osten schauen.
Feldberger-Hof Kaum habe ich den Seebuck-Gipfel überschritten, sehe ich weiter unten auch schon den Feldberger Hof mit dem riesigen Parkplatz und den anderen Restaurants und Freizeitvergnügungen.

Diese Seite des Seebucks gehört ja nicht zum Naturschutzgebiet Feldberg und wird vor allem im Winter zum Skifahren genutzt. Aber auch im Sommer ist hier immer viel los, denn hier tummeln sich sowohl Wanderer als auch Auto-Ausflügler.

Feldberger-Hof Schließlich erreiche ich den Feldberger Hof, ein Hotel, dass sich vor allem auf Familien mit Kindern spezialisiert hat.

Aber auch als einzelne Wanderin komme ich hier gut unter.

Meine müden Beine kann ich im wunderschönen Schwimmbad und in den beiden Saunas erholen, damit ich morgen wieder kraftvoll ausschreiten kann.

 

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